Montag ist ja 52 Songs-Tag, hier also mein kleiner Beitrag zum Thema Herzschmerz.

Nicht wirklich überraschend ist für die regelmäßigen Leser hier, dass ich an dieser Stelle gerne einen die ärzte-Song, in meinem Fall “Nichts in der Welt” oder einen Farin Urlaub Racing Team-Titel (“Niemals”) genommen hätte. Ich finde, Musik ist das einzige, was einem beim Herzschmerz noch bleibt. Wenn sie alle mit ihren weltverbesserlichen Sprüchen wie “Andere Mütter haben auch schöne Söhne/Töchter” oder “In ein paar Wochen lachst Du da nur noch müde drüber!” kommen. & nun mal ganz ehrlich – Jemanden der gerade verlassen wurde oder aus (kennt man ja aus dem Promibiz) unüberbrückbaren Differenzen verlassen hat, interessiert das nicht. Verlassene & Verlasser sind sich dessen durchaus bewusst, dass das irgendwann vorbeigeht & das da irgendwann in ferner Zukunft auch irgendwer anders ist. Aber ein gequirlte Scheiße-Spruch macht den Schmerz, den man verspürt, keineswegs besser, sondern gar ein bisschen schlimmer.

& dann ist da eben die Musik. Die bleibt. & schreibt ihren Soundtrack zu all den Gefühlen, die man durchläuft. Schmerz, Hass, Trauer.. & bequatscht einen nur in den seltensten Fällen mit Klugscheißersprüchen ;)
Versetzen wir uns also nun mal in den Hasszustand einer/s Verlassenen. Man sitzt also so rum, rühmt sich in einer Mischung aus Selbstmitleid & der großen Einredungskunst, dass man alleine ja eh besser dran ist & merkt “Oh, ich möchte morden!” Dann.. äh, schmeißt man besser lieber den .44 Caliber Love Letter in den Player & erfreut sich weiter seines Grolls & der daraus resultierenden Gedanken.