Gnarf.²

Die Welt mag mich nicht. Oder ich mag die Welt nicht. & überhaupt – egtl kommt es doch alles aufs Selbe hinaus.
GNARF.
Die Bude sieht immer noch aus wie ein Schlachtfeld. Schlimmer noch – Gestern ging ich mir nach meinem Vorhaben sogar so auf den Sack, dass ich was getan hab? Richtig, mich ins Bett gelegt. & erstmal die Selbstnervigkeit wegschlafen. Immerhin hab ich nachm Aufwachen noch gespült. & gebügelt. Nicht mehr & nicht weniger hab ich die Zeit geschafft. Ach, doch. Heute. Einkaufen & Kochen. Mein Speiseplan sieht sehr nudelesk aus, musst ich feststellen. Gestern Ravioli (frisch aus der Dose!), heute Nudelauflauf, Schinken mit Sahnesoße.. Nebenbei musst ich wieder mal feststellen, dass ich nicht fähig bin, wirklich gut mit Geld umzugehen.

Kann man egtl krankhaft sentimental sein? Manchmal kommt es mir so vor. Oder es ist Heimweh. Wobei ich mir selbst nicht mal so klar darüber bin, was oder wo mein ‚Heim‘ egtl ist. & überhaupt.. Man soll nicht in die Vergangenheit gucken, weil sie vorbei ist. Man soll in der Zukunft leben, aber was wären wir dann ohne unsere Vergangenheit? Weil in der Vergangenheit doch auch die Menschen sind, die einen so beeinflusst haben, die Fehler, die einen etwas besser machen lassen oder es einem zumindest versuchen lassen, es besser zu tun.
Natürlich ist mir klar, dass man nicht ewig & drei Tage in seiner Vergangenheit verbringen kann. Physisch sowieso nicht & gedanklich ist das auch nicht zwingend von Vorteil. In letzter Zeit hab ich öfter das Gefühl, das mein Hirn da irgendetwas anderes verarbeiten möchte, was meine Vergangenheit angeht. Nicht den Tod meiner Mutter oder meiner Großeltern, das Spielchen hab ich schon in der Klinik durch. Aber.. Ich habe teilweise große Erinnerungslücken an die letzte Zeit, wo meine Mutter noch gelebt hat. Alles, was ich davon noch weiß, sind Erzählungen. Hauptsächlich von der besten Freundin meiner Mutter. & sie lassen mich.. einfach so fassungslos da stehen. Als ich davon erfahren habe (es ist schon einige Jahre her), habe ich versucht, alle meine Gefühle irgendwie neutral zu halten. Ich wollte nicht weinen. Doch, ich wollte weinen, aber ich wollte nicht, dass man mir ansieht, dass ich verletzt war. Vllt war es die Art, wie sie es, einfach so nebenbei erzählte, als wäre es so bedeutungslos. Vllt habe ich mir selber sagen wollen, es sei bedeutungslos. es ist alles andere als bedeutungslos. Es ist so was von NICHT bedeutungslos, dass es sich zu meinem Muster entwickelt hat.
Für mich ist es schlimm, dass ich mich an so vieles nicht erinnern kann. Das ich nicht weiß, was dort passiert ist. Das ich selbst nicht sagen kann, aus meiner eigenen Meinung der eigenen Erfahrung, was falsch gelaufen ist. Mir fehlen einfach riesige Teile meiner Erinnerung daran & auch an die Zeit nach dem Tod meiner Mutter. Ich weiß nicht, wie ich mich verhalten hab. Nicht aus eigener Erfahrung oder Erinnerung. Ich weiß es wieder einzig & allein aus Erzählungen. Von vielen, vielen Menschen. Ich habe ja mittlerweile verstanden, dass Kinder mit dem Tod komplett anders umgehen als Erwachsene. Ich hab’s verstanden & mach mir diesbezüglich auch keine Vorwürfe mehr. Nur.. Ich hab eben das verdammt beschissene Gefühl, dass mein Hirn dort irgendwas am Ausbrodeln ist, etwas loswerden will & ich einfach nicht weiß, was es ist.

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~ von Miss Ann Thropy - 11. Februar 2011.

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