Schnauze voll.

Aber mal so richtig gewaltig. Irgendwie hört der ganze Scheiß nie auf. Meinen Dad haben sie nun von der Rehaklinik auf die Akutstation gepackt. Lungenentzündung. Dafür haben sie mich extra aus der Rehaklinik angerufen. Ich & mein Katastrophendenken. Könnt‘ ja wieder sonst was passieren! Da mir die aber wirklich sehr nette Krankenschwester die Telefonnummer der Klinik respektive der Station, auf der er liegt, gegeben hat, hab ich nach zwei Stunden da mal angerufen, da mich meine Oma (Omma ausgesprochen)  nebenbei auch noch dezent kirre gemacht hat. Manchmal hätt‘ ich’s ganz gern, sie würden sich manchmal auch so Sorgen um mich machen. Oder hätten es getan. Wie dem auch sei, von einer eher unfreundlichen Weiterleiterdame direkt zur Ärztin durchgestellt, wo sich herausgestellt hat, dass ich offensichtlich doch etwas zu früh angerufen hab.. Flux kam dann aber auch die Nachricht rein, dass es ’ne Lungenentzündung ist.

& so langsam hab ich echt die Schnauze voll. So wie er wahrscheinlich auch. Es geht mir tierisch an & auf die Nerven, ständig von irgendwem angerufen zu werden, dass mit ihm irgendwas ist. Genauso wie es mir auf die Nerven geht, wenn man mich gar nicht erst anruft. Vom Herzinfarkt himself hab ich ja ach erst durch meinen Dad erfahren.

Momentan sind einfach komplett die Momente, in denen ich mir wünschte, dass mein Vater nicht schon so ‚alt‘ bei meiner Geburt war. Das mag jetzt wahrscheinlich wieder wahnsinnig böse klingen & so, als würde ich ihn nicht wertschätzen. Nur hab ich momentan mit mir selbst einfach viel zu viel zu tun. Das ich egtl nicht noch ’nen Kopf für solche Sachen haben sollte. Hab ich aber. Verständlicherweise.

Ich merke, wie es mir die letzten paar Tage schlechter geht. Das sich da wieder so eine Hoffnungs- & Lustlosigkeit einschleicht. Gut, ich habe es heute zumindest geschafft, mein Zimmer teilweise nicht mehr so chaotisch aussehen zu lassen. Ich habe die Treppe geputzt. Ich hab notgedrungen sogar mit meiner inoffiziell verhassten Tante telefoniert. Vor allem neige ich die letzte Zeit aber wieder, wie ein Scheunendrescher Essen bzw. Süßigkeiten in mich reinzustopfen. Innerhalb einer halben Stunde einen Milchreis & ’ne Packung Kekse in die Schnauze gekloppt. Scheiße. Ab jetzt gibt’s keine Süßigkeiten mehr. Konnt‘ ich sonst doch auch monatelang drauf verzichten.

Mein Papa & ich sind uns schon wirklich ziemlich gleich. Immer ist irgendwas. Nur bei ihm ist es physisch & bei mir psychisch. & genau das macht für so viele wahrscheinlich den Unterschied in der Wahrnehmung.

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~ von Miss Ann Thropy - 12. Februar 2011.

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