Solang‘ die dicke Frau noch singt, ist die Oper nicht zu Ende.

Ich bin so so so im Arsch. Von nichts.
Ich hasse es, aufzustehen & das Gefühl zu haben, ich bin eben ’nen Marathon gelaufen.
Dabei hab‘ ich gestern sogar mein Pipamperon genommen. In letzter Zeit hab‘ ich nämlich wieder einige Einschlafprobleme.
Irgendwelche plötzlichen Anfälle von Sentimentalitätsnostalgie. Die mich traurig machen. Aber ich werde vermutlich irgendwann einen Artikel darüber verfassen, weil es zeitweise noch andere Sachen mit sich zieht.

Gestern war echt nicht mein Abend. Möglicherweise reichen nämlich selbst Mädchen wie mir manchmal nicht nur Typen, die man irgendwie geil macht, um sie dann doch fallen zu lassen, nur um sich selbst eine Überlegenheit zuschreiben zu können. & möglicherweise reicht es Mädchen wie mir auch nicht, zu wissen, dass das immer zieht. & es reicht Mädchen wie mir auch nicht, zwar zu wissen, dass es sicher Menschen gibt, die Dir zuhören, die Du man aber nur anrufen würde, wenn man kurz vorm Exitus steht.
Nein, manchmal hilft reden einfach nicht. Es macht es nicht besser sondern nur viel schlimmer. Manchmal willst Du Dich ins Bett legen, Johnny Cash, Yann Tiersen oder The Best of The Sadest Songs Of Oasis or Counting Crows hören. & trinken. & rauchen. Wie Tomte schon sagten – Nichts ist so schön auf der Welt, wie betrunken traurige Musik zu hören. & somit fallen sogar Tomte unter die Auswahl der Musiken, die man betrunken hören sollte.
Manchmal will man da jemanden haben. Jemanden, der Dir emotional nahe steht. Jemand, der merkt, dass es Dir schlecht geht, wenn Du mit ihm redest. Ohne das Du was sagen musst. Jemand, der sieht, das Du in den Arm genommen werden musst. So wie ich schlechten Büchern, wie ich sie manchmal lese. Gut, manche der Bücher sind sogar gut.
Ja, vllt ist das kitschig. Natürlich ist es kitschig. & natürlich ist es nie so wie es in der Traumwelt ist. Es ist nicht so wie in Büchern, nicht so wie in Daily Soaps & auch nicht, wie in Filmen. & doch weiß aus Erzählungen vieler Menschen die ich kenne, dass es das gibt. Anders, aber doch irgendwie gleich. Zu wissen, dass es das gibt, ist bitter. Zu wissen, dass man es nicht hat, ist noch bitterer. Aber am allerbittersten ist, dass dort so eine perverse Ambivalenz herrscht, so was haben zu wollen, aber zu wissen, dass es mir gar nicht möglich wäre. Weil ich jede Aussage in frage stellen würde, den Hintergedanken suchen dahinter suchen würde. & vor allem abstreiten würde, dass das einzig & allein den Grund hätte, dass man mich mag. Ich will jemanden an mir ranlassen, um ihn wenig später wieder wegzuschubsen. Helau.

Nein, manchmal will ich nicht darüber reden, dass ich mich einsam fühle. Das ich mich allein auf der Welt fühle. Auch wenn da noch knapp 7 Millarden andere Menschen sind. Von denen ich knapp 6,999999 Milliarden nicht mal kenne. & ich bei denen, die ich kenne, trotzdem eben dieses Gefühl habe. & vor allem will ich mir nicht von diesem Menschen anhören, dass ich nicht alleine bin. Sie seien ja auch noch da. Wenn ich so was noch mal höre, kotze ich demjenigen ins Gesicht. Danke, aber ich bin durchaus in der Lage, faktische Dinge selbst zu erkennen. Ich bin nämlich nicht ganz so doof, wie ich manchmal aussehe. Blöderweise ist es aber so, dass ich mich alleine fühle. & mein Gefühl interessiert in den wenigsten Fällen, was Fakt ist. Ich erzähl‘ ja auch niemanden bei Liebeskummer, dass es faktisch ganz anders ist. Ich wette, Leute die sagen, dass man ja gar nicht alleine ist, sagen auch so selten dämliche Sachen wie Andere Mütter haben auch schöne Töchter. Whatever.

Was mir gestern dann aber noch so richtig den Abend verdorben hat, so kurz vorm Schlafen, ist dieser eine Mensch, mit dem ich vor einiger Zeit virtuell zu tun hatte. Ich muss einleitend sagen – Natürlich bin ich nicht fehlerfrei. Auch wenn es manchmal so klingt, als würde ich’s denken. Ich kann, denke ich, sogar in den meisten Fällen sogar sehr gut unterscheiden, wo ein Fehler meinerseits liegt oder eine unterschiedliche Meinung vorherrscht. & genau da lag damals auch immer das Problem. So wie es öfter mit Menschen unterschiedlicher Meinung ist. Ich stehe sehr gut zu meiner Meinung. Ja, manchmal bin ich von dieser sogar schwer runterzukriegen. Schwer. Es ist aber nicht unmöglich. Dazu muss man mir aber erstmal genügend & vor allem vernünftige andere Sichtweisen geben. & das ist schwer.
Das Spielchen hatten wir früher oft, dieser Mensch & ich. Es gibt allerdings so Sachen, die lasse ich mir ungerne vorwerfen. Unter anderem ist eine der Sachen, dass ich an meiner Meinung festhalte, egal wie scheiße sie ist. O-Ton. Na ja, so leicht bringt mich noch nichts aus der Ruhe. Ich sage dann gern so Sachen wie, dass ich wenigstens in der Lage bin, andere Meinungen zu akzeptieren, auch wenn ich sie scheiße finde, ich anderen das auch empfehle, dann wird man auch nicht gleich so aggressiv, ja, so was in etwa. Mir platzt allerdings der Kragen, wenn man mich beschimpft, nur weil ich einfach nicht die Meinung anderer Leute habe. Ich meine, so was machen 14-jährige, wenn sie ihren Willen nicht bekommen, aber nicht Mittzwanziger.
Aber, so wie man als Gutmensch ist, verzeiht man Menschen ja, wenn sie sich entschuldigen & versprechen, sich zu bessern. Bis dann der nächste Vogel abgeschossen wurde. Ich liiiebe es, wenn man an mir kritisiert, was man selber nicht besser macht. Wenn man sich erlaubt, was man anderen verbietet, übel nimmt, etc. Diese widerliche Doppelmoral. Sich selbst nicht besser verhalten, aber, wenn man sich dann ebenso verhält, das vorgeworfen bekommen. Kritisieren, wo es nichts zu kritisieren gibt. Einem sagen, man sei krank & solle sich Hilfe holen (in beleidigender Form, natürlich), nur weil man Sachen anders sieht, etwas denkt oder tut, was der andere anders sieht. Den absoluten Vogel schießt man aber ab, wenn man jemandem etwas sehr Persönliches im Vertrauen erzählt hat & einem das später zum Verhängnis wird, weil derjenige es als Beleidigung oder, noch schlimmer, Verletzung umformt, weil er weißt, wie sehr es Dich verletzt. Egal, wieviel Respekt oder zumindest Toleranz ich diesem Menschen noch an den Tag gelegt habe, genau dann ist es alles für immer gestorben. Jegliche Toleranz. & spätestens dann ist für mich, die gerne sachlich diskutiert & sogar streitet, sämtliche Sachlichkeit, die manchmal auch nur einfach unnütz ist, verloren & es wird zurückgeschossen. ich glaubt mir, wenn ich verletzen will, weiß ich, wie. & glaubt mir, auch wenn ich niemandem den Tod wünsche, hätte sich der Herr danach das Leben genommen, es wäre mir so egal gewesen. Am allerallerallerlächerichsten ist es aber, Menschen mit reinzuziehen, die damit gar nichts zu tun haben. Noch viel lächerlicher ist es aber, wenn man Menschen mit reinzieht, die nur ich kenne, die sozusagen meine Bekannten sind. In der Absicht, deren Meinung über mich aufs tiefst Negative zu ziehen. In der Hoffnung, dass sich dieser Ruf verbreitet.

Es wundert vllt nicht so sonderlich, dass danach Funkstille herrschte. Bis gestern. Monsieur meldete sich. Ob ich ihn denn immer noch hasse, weil Menschen sich ja auch ändern & so. Haha, hassen. Süß. Nein. Hassen nicht. In meinen Kreisen nennt man das Verachtung. Hass würde nicht mal annähernd das ausdrücken, was es ist. Vermutlich tut Verachtung das nicht mal, aber es kommt dem Gefühl näher als Hass.
& da ist es mir herzlich egal, ob jemand Einsicht gezeigt hat, weiß, dass es Fehler gemacht hat & all so’n Rhabarber, den man quatscht. Blablabla, Entschuldigung. Nicht angenommen, fertig. ‚Ist etwas unfair, oder?‘ Äääääh… nein. & dann kam die Frage, über die ich wirklich hätte lachen müssen, wäre ich nicht so tiefst aggressiv gewesen ‚Was hat denn so verletzt, dass Du so was nicht annehmen kannst?‘ Tja.. Da wäre u.a. die Sache, dass Du mir meine Vergangenheit zum Vorwurf machtest, Leute aus meiner Vergangenheit mit reinziehst & versuchtest, mich mit diesen Personen zu verletzen, aber auch die Tatsache, Menschen in DEIN & MEIN Problem mit reinzuziehen, die damit gar nichts zu tun haben, nur damit ich wieder als die böse Steffi da stehe, die alles falsch macht, nur damit Du der Gutmensch bist. & Du willst mir sagen, ich sei unfair? Lächer-lich! & ich habe nicht das Recht, eine Entschuldigung auszuschlagen? Ich lachte von ganzem Herzen. Ist das nicht wieder die selbe Scheiße wie vorher?
& da interessiert mich auch kein ‚Aber es tut mir echt leid‘ & all den Scheiß, den man sonst noch quatscht. Null. Niente.

Ich hab gesagt, ich nehme die Entschuldigung an. Damit ich meine Ruhe habe. Wer will sich schon mit Menschen unterhalten, die man aus tiefstem Herzen verachtet? Ich kann mit ruhigem Gewissen sagen – Würde er aufgehängt aber atmend irgendwo hängen, ich wäre die letzte, die den Strick durchschneiden würde.

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~ von Miss Ann Thropy - 11. März 2011.

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