You can call me Ambivalenzia.

Mit mir umzugehen, ist nicht immer ganz einfach. Das ist nichts neues. Für niemanden von euch.
Manchmal ist es auch so, dass ich falsche Signale setze. Was keine Absicht ist. Was nicht vermitteln soll, dass ich jemanden nicht mag oder ihm für das, was er tut, nicht dankbar ist. Wenn ich mich nicht melde, dann heißt es das nicht. Ich bin nicht undankbar & es ist nicht so, dass ich mich für das Leben der anderen nicht interessiere. Ich weiß ehrlich gesagt nicht mal, wieso ich es nicht schaffe, mich zu melden. Natürlich bin ich zu genüge meist mit mir selbst beschäftigt. Das sind wir alle. Vllt bin ich damit beschäftigt, mich im Selbstmitleid zu suhlen. Oder mich zu hassen. Oder aber auch mich nur dezent doof zu finden. Oder aber wieder in Illusionen zu schwelgen, was egtl getan werden muss, ohne Taten folgen zu lassen. Ja, ich gestehe – Ich bin ziemlich arg mit mir selbst beschäftigt. Meist sogar unnütz.
Manchmal ist es intuitiv so, dass ich nicht mit jemanden sprechen will. Das ich bei einem Gedanken, der ein Gespräch am Telefon beinhaltet, absolute Unlust verspüre. Weil die meisten meiner Telefonate doch relativ ausschweifen, &, um ehrlich zu sein, Sachen beinhalten, die mich schlichtweg einfach nicht interessieren. Das mag an unterschiedlichen Interessen liegen, aber auch einfach daran, dass meine Art mit manchen Sachen umzugehen eine andere ist. Das wir uns doch einfach zu sehr unterscheiden. Das soll weiterhin nicht heißen, dass ich die Menschen nicht mag, aber manchmal ist es eben so, dass man Menschen nur in einer gewissen Dosis erträgt. Egtl ist es sogar so, dass ich, wenn ich nicht in jemanden verliebt bin, Menschen nur dosisweise ertrage. Nur für eine bestimmte, absehbare Zeit.

Natürlich tut es mir für die Menschen leid. Ich weiß, dass es unfair ist, sich nicht zu melden, wenn man weiß, das jemand etwas neues angefangen hat. Ich weiß, dass ich diesbezüglich eine verdammt schlechte Freundin bin. Ich weiß, dass ich damit undankbar erscheine, für alles, was von dieser Person für mich getan wurde. ich weiß, dass ich egtl vermittle, dass ich kein Interesse am Leben der anderen Person zeige. Ich weiß, dass es den wenigsten etwas bringt, wenn ich sage, ich habe trotzdem an sie gedacht. & ja, es tut mir leid.

Egtl möchte ich auch nicht so rüberkommen. Wirklich nicht. Egtl möchte ich, dass die Menschen, die ich mag, das auch wissen. Natürlich bemühe ich mich irgendwie. Wenn die Leute mich brauchen, versuche ich auch da zu sein. Mit ihnen dahin zu gehen, wovor sie Angst haben hinzugehen. Oder einfach nur zu unterstützen. Oder zumindest mich als Gesprächspartner, wenn man mit mir reden will, zur Verfügung zu stellen. & vllt hoffe ich manchmal insgeheim, dass es mein Nichtmelden relativiert.

Nur ist da eben die Ambivalenz viel zu groß. Ich würde nun gerne sagen, dass ich nun mal auch ein Mensch mit Fehlern bin, wie jeder andere auch. & dass sich die Menschen, wenn sie reden wollen, melden können. Das macht es aber auch nicht fairer. Leider.
Egtl kann ich den Menschen nur sagen, dass ich immerhin versuche, daran zu arbeiten. Das ich mittlerweile, auch wenn ich absolut keine Lust habe, jemanden anzurufen, es wenigstens in 10% der Fälle trotzdem tue, wenn ich weiß, dass was am Dampfen ist.
Aber mehr als es zumindest versuchen kann ich es auch nicht. Denn wenn wir ehrlich sind, hab‘ ich da schwerwiegendere Probleme als das.

Advertisements

~ von Miss Ann Thropy - 16. März 2011.

&, noch was zu sagen?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: