Lieblingssatz.

„Du musst Dir dann aber auch mal überlegen, was zu machen.. Arbeit oder Ausbildung & so.“

Ich weiß nicht, wie oft schon gehört. Noch weniger weiß ich, wie oft ich ihm schon versucht habe, meine Lage zu erklären. & ich weiß nicht, wie oft ich schon daran verzweifelt bin. An mir gezweifelt habe. & immer noch zweifle. Ob ich faul bin. Klar bin ich das, teilweise.
Aber ich meine eher solche Sachen, wie, dass ich mir meine Angst nur einrede.

Ich weiß nicht, wie oft ich meine Lage noch schildern muss. Ich weiß nicht, wie oft ich noch mit genervter Stimmlage ein ‚Jaha‘ rausquetschen muss, um nicht wieder etwas zu diskutieren, was er sowieso nicht versteht. Ich weiß nicht, wie oft ich noch denken muss, es ginge immer nur ums Geld. Ich weiß ebenso wenig, wie oft ich ihm Sachen zum fünften Mal sagen muss, weil er mir wieder nur zugehört hat. Nicht aufgrund des Alters, btw. Ich weiß erst recht nicht, wie oft ich mich noch fragen muss, wie desinteressiert man an meinem Leben sein kann. Ich weiß nicht, wie oft ich mich fragen muss, ob ich  auch ohne Arbeit etwas wert bin. Denn Menschen sind Arbeit. Was zählt, ist die Arbeit. Du wirst an Arbeit wertgeschätzt. Ohne bist Du meist recht wenig. Egal, welcher Grund dahinter steht. Aber ist es nicht traurig, dass das selbst für die Familie gilt? & ist es nicht viel trauriger, dass sie nicht mal gewillt sind, sich dafür zu interessieren?

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~ von Miss Ann Thropy - 18. März 2011.

2 Antworten to “Lieblingssatz.”

  1. Du bist auch ohne Arbeit verdammt viel wert. Lass dir das weder von Familie noch von Gesellschaft anders erzählen.

    Ich würde dir jetzt gerne sagen: Irgendwann wird er es verstehen. Irgendwann wird er es nachvollziehen können und für dich da sein wie du es verdient hast und nicht mehr sagen, dass du doch müsstest, weil du eigentlich könntest und überhaupt wäre ja eigentlich alles einfach.

    Es ist aber leider nicht so. Väter verstehen so etwas höchst selten. Und wenn sie es bei den ersten 10 Erklärungen nicht geschnallt haben, dann werden sie es auch nicht mehr schnallen. Und im Endeffekt ist es ein Kampf gegen Windmühlen. In etwa so sinnvoll wie einen Reaktor mit Wasser zu bespritzen. *hust*

    Such dir eine Wohnung. Du bist für deinen Vater nicht verantwortlich. Selbst wenn er nicht alleine klar käme. Er macht sich ja um dich offensichtlich auch keine Sorgen…

    • Es ist für mich nichts neues, dass er es nicht versteht. Es ist einfach nur jedes Mal ein Schlag in die Fresse, wenn es jedes Mal von neuem anfängt, weil man das Thema nicht ignorieren kann. Egtl müsste man nur dran arbeiten,dass es nicht so arg trifft.

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