Extrem.

Wenn eins mal wirklich extrem nervig ist, dann sind es minütlich wechselnde Stimmungsschwankungen. Ich bin zwar eh ein.. Extreme-Mensch. Ich mag‘ das Extreme. Extrem übertrieben, extrem traurig, extrem glücklich, extrem nett, extrem beeinflussend, extrem scheiße, extrem toll, extrem einnehmend, extrem arrogant, extrem verunsichert, extrem genervt, extrem.. alles. & während ich das so schreibe, fällt mir auf, wie hässlich das Wort ‚Extrem‘ egtl so geschrieben aussieht. Kennt ihr das, dass Wörter vom lesen her voll hässlich & fremd zu sein scheinen, aber egtl Wörter sind, die man tagtäglich benutzt?

Aber.. Warum egtl immer das Extreme? mir fällt es beispielsweise extrem schwer, mich mit etwas zufrieden zu geben, was nur teilweise geklappt hat. Wenn.. sagen wir mal, 7 von 10 Dingen geklappt haben. Das ist sogar die Mehrzahl von Dingen, die geklappt haben, gegenüber stehen nämlich (für die Nichtrechengenies) 3 nicht geschaffte Sachen. Was aber letztendlich heißt, dass, wenn man es als komplette Sache sieht, es nicht geschafft wurde. In der Schule waren das immer die Sachen, an denen man sich festhalten konnte, so, nu hab‘ ich 50% geschafft, der Test ist bestanden. Nur leider funktioniert das im Leben nicht so leicht. Das so called Life bietet eben keine Multiple-Choice-Fragen. Scheiße aber auch.

Ich vermute, es hat was mit einer Sache zu tun, die ich regelmäßig mit meiner Therapeutin durchkaue. Auch wenn es manch einer gar nicht glauben mag, aber ich neige extrem zum Perfektionismus. Bei kleinen Sachen hab‘ ich das mittlerweile im Griff. Meist jedenfalls. Extrem perfekt sein. Mir ist durchaus klar, dass kein Mensch perfekt ist oder sein kannst. Also spart euch bitte das zuflüstern von weisen Ratschlägen zum Thema Perfektionismus. 😉 Das Strange an der Sache ist ja, dass ich es rational besser weiß. Der elende Versuch, trotzdem noch perfekt zu sein, aber immer noch da ist. Scheitern ist nun mal keine Option. & weil es eben keine Option ist, dauert es bei mir gefühlte 10 Jahre, bis ich was ändere. Weil ich weiß, dass ich scheitern werde. & dann, wenn ich mich damit abgefunden habe, evtl zu scheitern, nach den gefühlten 10 Jahren, ja, dann bin vllt auch ich in der Lage, was daran zu ändern. Sounds terrible? Isses auch. Das Einzige, was ich nämlich nicht mag, ist extrem scheitern.

Extrem. Ich mag mich eben nicht mit ein bisschen Gefühl zufrieden geben. Oder kann es nicht. Keine Ahnung. Vllt merk‘ ich’s auch einfach nicht, wenn es nicht extrem ist. Jedenfalls nicht so, wie es sein sollte.
Das Ding ist ja – Wäre ja zumutbar, wenn die Sache nur bei mir liegen würde. Aber – Stellen wir mal vor, ich hätte eine Beziehung. Ja, ich weiß, eine sehr unwahrscheinliche Vorstellung, so what. Jedenfalls hab‘ ich hypothetisch eine Beziehung. & ich erwarte immer lauter Extreme. Natürlich liegt der Fehler schon darin, dass ich was erwarte, schon klar. Tut man aber, glaub‘ ich, immer in einer Beziehung, & wenn’s nur unterbewusst ist. Jedenfalls führe ich da so meine hypothetische Beziehung & will lauter Extreme. Extrem geliebt werden, extrem gebraucht werden, extrem aufeinander hocken, von Sexualleben mal ganz zu schweigen, aber das ist ein anderes Thema. Ich verwette meinen Hintern drauf, dass ich eine der anstrengendsten Freundinnen überhaupt sein könnte. Für mich selbst & für den hypothetischen Liebsten. Ich mein, man kann mir extrem zugute halten, dass ich nicht eine von denjenigen bin, die jemanden sekündlich hinterher telefonieren. Echt nicht. Aber.. Na ja, ich bin extrem fixiert auf diese Person, selbst wenn sie nicht da ist. & deswegen sollte man sich bloß nie in mich verlieben. Word.

Was ich aber egtl sagen wollte, war – Es nervt, wenn die Extremphasen blitzschnell wechseln. Wenn man in dem einen Moment in richtig fiesem Selbsthass ist & im nächsten Moment die Welt umarmen könnte (übertrieben beschrieben, jedenfalls zweiteres). & man dann irgendwie voll nichts mit sich anzufangen weiß. Extreme können so verflucht anstrengend sein. Word.

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~ von Miss Ann Thropy - 10. April 2011.

5 Antworten to “Extrem.”

  1. mhm… hat man dich mal auf histrionische Persönlichkeit getestet? ^^

    http://svuechiatrie.wordpress.com/2010/10/02/erwartungen/

    😉

  2. Du hast extrem angepisst vergessen 😀
    Achja und ich kann mir sehr gut vorstellen das dich als Freundin zu haben mehr als anstrengend ist 😛
    PS:
    Ja du darfst es als Triumpf empfinden das ich nach gestern wieder anfang deinen Blog zu lesen^^

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