Mehr so sterben auf Raten.

Ich hätte zumindest irgendwie erwartet, dass man sich am Abend verabschieden könnte. Ja, ich weiß, dass es nicht zuviel erwartet ist.
Stattdessen fand ich einen Zettel mit Anweisungen wie Treppenputzen, Gelbe Säcke rausbringen & natürlich Ausbildung, Wohnung & Therapie suchen.

Meine Aggressionen haben ich zumindest nur kurz gehalten. Ich habe angefangen, Selbstgespräche zu führen, um mir selbst zu sagen, dass es keinerlei Grund gibt, sich aufzuregen, weil ich es ihm doch sowieso nicht verständlich machen kann. Ich bin in der schweren Hoffnung, es dann wenigstens zu glauben, wenn ich es ausgesprochen höre. Soll ja angeblich vorm Spiegel Wunder wirken, wenn man sich selbst sagt, man sähe rattenscharf aus.
Also rede ich mir weiter gut & vor allem laut zu, dass es ziemlich ineffektiv ist, immer & immer wieder zu versuchen, ihm zu erklären, was denn egtl wirklich abgeht.

& dabei muss ich daran denken, wie Menschen in einem Haus wohnen & die alte Nachbarin stirbt. Sie wird erst nach.. Sagen wir, 3 Wochen gefunden & alle fragen sich, wie einem das nicht auffallen konnte.
& dann frage ich mich, wie man jahrelang auf 60 Quadratmetern wohnen kann & einem doch nichts auffallen konnte.
& dann denke ich mir, dass es fast das selbe ist, nur eben in Raten.

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~ von Miss Ann Thropy - 4. Mai 2011.

2 Antworten to “Mehr so sterben auf Raten.”

  1. Das hat er nicht wirklich gemacht….

&, noch was zu sagen?

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