Weltuntergangstimmung. Drinnen. Draußen.

Der Regen peitscht ans Fenster, ich liege im Bett & schaue ihm zu. Früher hat man mir immer gesagt, das, wenn es regnet, dies die Tränen von Menschen sind, die im Himmel sind. Erst jetzt fällt mir auf, dass es nicht mal annähernd was positives hat, dies aber, als ich klein war, so hingenommen & nicht näher drüber nachgedacht habe. Da dachte ich wahrscheinlich auch noch, das Menschen wirklich in den Himmel kommen. Jetzt weiß ich es besser. Oder auch nicht.

So liege ich da, lasse mich von Placebos Meds (das Album, nicht der Song) berieseln & muss merken, wie fremd mir die Welt inklusive ihrer Geschöpfe ist. Wie sehr ich sie hasse. Wie sehr sie mich hassen.

Es ist gruselig, dass man Menschen nie dazu bringen kann, Sachen so zu empfinden, wie Du sie empfindest. Obgleich es auch sehr beruhigend ist. Doch stellt es einen vor das Problem, dass dieser jemand, dem Du es versuchst zu erklären, es nie verstehen wird.
Das ist bei Sachen wie der Anordnung von Tassen nicht wirklich dramatisch, denn wenn der eine seine Tassen kopfüber & der andere normal in den Schrank stellt, bastelt der Herr des Hauses eben eine Tassenaufhängvorrichtung & somit hat sich die Sache.

Leider habe ich noch nie von Empfindungsaufhängvorrichtungen gehört, auch wenn ich das als riesige Marktlücke erachte.
Harry Potter gelesen/gesehen?
Nehmen wir das Denkarium, nur eben mit Empfindungen. Wenn es so was wirklich gäbe, dann wären wir alle vermutlich in der Lage, den anderen besser zu verstehen. Vermutlich wäre aber auch das mehr wie die Erfindung der Atombombe. Gut gemeint, schlecht gemacht. & Leben im Konjunktiv findet auch eher seltener statt.

& während ich noch weitere Gründe dafür finde, wieso mir Menschen suspekt sind, weshalb man Menschen nie so ganz trauen sollte oder warum sich Menschen so massiv von uns entfernen, die uns so nahe standen, merke empfinde ich, dass ich mich mal wieder nicht genug wertgeschätzt fühle. Um mich wenig später doch wieder zu fragen, wofür. Nein, ich möchte damit nicht sagen, dass ich nichts wert bin. Sicher, irgendwie hab‘ auch ich meinen Wert. Es ist mehr so, dass die Aufmerksamkeit fehlt. Doch wenn diese da ist, reicht sie nicht. Es reicht kein Computer oder Telefon für Aufmerksamkeit. & es würde vermutlich nicht mal reichen, wenn dieser imaginäre Jemand hier wäre. Denn.. Er wird es nie so empfinden, wie ich es tue.

Er kann doch nicht in mich reinkriechen.

Advertisements

~ von Miss Ann Thropy - 16. Mai 2011.

2 Antworten to “Weltuntergangstimmung. Drinnen. Draußen.”

  1. „Menschen, die eiun Gespräch mit mir führen wollen, waren mir schon immer verdächtig.“ (Thomas Bernhard)

    Wobei ich jüngst, ich erinnere mich genau, einen Artikel las über einen Empfindungsaufhängvorrichtungenversandhandel in der Slowakei. Müsste ich mal nach der Adresse googlen.

&, noch was zu sagen?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: