Family Portrait.

Dann schimpf doch auf die von mir angeblich verbummelten Zigarettenschachteln. Ja, fluch‘ wieder rum, als ob es kein Morgen gäbe, auf mich, auf meine Unzulänglichkeiten, so viele Themen betreffend. Damit beweist Du mir wieder nur, wie unzulänglich Du egtl bist.
& weißt Du, es war wirklich schwer, nicht gleich wieder ins Wohnzimmer zu stürzen, um zu fragen, welches verschissene Problem Du jetzt wieder mit mir hast. Denn ich weiß, es ist nur mit der Tatsache begründet, weil Dir irgendwelche verfickten Scheißzigarettenschachteln fehlen. Natürlich kann man da schon mal ein Fass aufmachen. Ja, das ist in etwa so natürlich wie der Fisch aus dem Teich von Springfield, der mit den drei Augen.

& natürlich ist es auch vollkommen normal, einfach vor sich hinzufluchen, anstatt einmal, aber auch nur ein einziges Mal wirklich zu eröffnen, wo verdammt noch mal gerade dein gottverdammtes Scheißproblem liegt. Auch nur ein verficktes Mal zuzugeben, dass Du frustriert bist. Das es Dich alles ankotzt, die ganzen Ärzte, die ganzen Schmerzen. & weißt Du was? Vermutlich würde ich es sogar verstehen. & ja, ich weiß auch, dass ich nicht dran ändern kann. Aber weißt Du was? Du könntest etwas dran ändern. Nicht mal an der Lage selbst, auch wenn selbst das möglich wäre, aber das lasse ich mal komplett außen vor. Ich habe mir schließlich schon den Mund fusselig geredet & manchmal möchte ich Dir sogar am liebsten vor die Nase kloppen, woher ich es wohl habe, Dinge nicht zu tun, auch wenn sie vermutlich besser wären. & nun fragst Du Dich, wie Du es ändern könntest? Einfach mal zugeben, dass Du frustriert bist. Einfach mal dazu stehen, dass auch Du Fehler machst.

Aber nein, in Deiner Welt gibt es keine Fehler, die von Dir begangen werden. & wenn doch, würdest Du sie nie zugeben. & so langsam beginne ich zu verstehen, wieso es mit U. nicht geklappt hat. Warum sie Dich irgendwann verlassen musste. & genau das ist es, was mich scheut, sie anzurufen. Aber pardon, natürlich weißt Du über diesen Gedankengang nichts. Warum auch? Natürlich, ich habe sie, als ich kleiner war, als meine Halbmutter bezeichnet. & wir haben ein Jahr zusammen gewohnt. & danach haben wir uns mehrere Jahre jedes Wochenende gesehen. Wieso sollte ich sie also anrufen wollen? Den es kann ja auch gar nicht sein, dass dort noch Gefühle für diese Person da sind, wo ich ja auch schon bestimmt anderthalb Jahre nicht mehr mit ihr gesprochen habe.

Das Schlimmste aber ist, dass ich nicht weiß, ob ich froh sein soll, nicht komplett so geworden zu sein oder doch eher traurig darüber, dass ich es mir immer wieder antue.

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~ von Miss Ann Thropy - 6. Juli 2011.

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