Passive Aggressive.

Es ist nun mal einfach so, dass wir Ruhe brauchen. Was Ruhe nun für jeden einzelnen von uns bedeutet, sei einfach mal in den Raum gestellt.

Wir können uns nicht immer um die anderen Menschen kümmern, auch wenn wir es gern tun würden. Wir versuchen unser Bestes in dem Umfang, wie wir es können, aber manchmal fehlt eben die Kraft. Dann hängen wir zu sehr unseren Gedanken nach, unseren Problemen oder zumindest das, was wir als solches betrachten. Nur, weil wir nicht drüber reden, heißt es nicht, dass sie nicht da sind.

Ich würde drei dicke, kunterbunte Kreuze im Kalender machen, wenn sie mal nicht da sind. Ich glaube, irgendwann ist man es leid, über seinen Scheiß zu reden. Irgendwann will man das ganze nicht mehr, weil man nur Gefahr läuft, sich selber noch mehr auf den Sack zu gehen, als man es eh schon tut.

& vielleicht mag es sogar sein, dass wir nicht nur aus „Nächstenliebe“ oder irgendeinem anderem Pseudoscheiß uns die Probleme der anderen anhören, sondern auch deshalb, damit wir Ablenkung von unserem Mist haben.

& dann kommt irgendwann die Zeit, in dem so viele Menschen irgendwas von Dir wollen. Mit Dir reden, aus welchem Grund auch immer. Manchmal kannst Du ihre Sorgen nachvollziehen, manchmal möchtest Du ihnen einfach nur ihre Visage so lange gegen die Wand knallen, bis sie nicht mehr als solche zu erkennen ist.
Dann, nach mehreren Tagen Problembewältigung oder zumindest -bequatsche, kannst Du einfach nicht mehr.

Dann kommen sie alle, diese Menschen, & quälen einen mit Nichtigkeitsproblemen. Am liebsten würde man sie anschreien, dass sie weiß Gott echt verdammt größere Probleme haben & sich gefälligst darum kümmern sollen, als jede Sache, die einem gerade nicht passt, der Außenwelt mitzuteilen.

Nein, ich möchte mich da nicht komplett  rausnehmen. Genau genommen weiß ich nicht mal, wie das bei mir läuft. Denn egtl liegt es auch weniger an der Person selbst, als an dem Zeitpunkt & der Häufigkeit, wann mir alle ihre kleinsten Problemchen um die Ohren hauen.

Nur um es klar zustellen: Ich rede von Problemchen, nicht von Problemen. Ich werde mir sicherlich kein Urteil darüber bilden, wie Menschen mit bestimmten Dingen in ihrem Leben umgehen, zumal das auch gar nicht mein Recht ist (was mich manchmal trotzdem nicht an irgendwas hindert). Es aber nun mal so, dass es mich in den wenigsten Fällen interessiert, wenn man mir zwei Stunden lang vorschwadroniert, was man wie wo in welchem Umfang ganz dolle blöd a a findet.

& wenn Dir dann Menschen mit so was im Nacken sitzen, dann ist das.. belastend.
Ich möchte mich nicht in den Himmel loben, aber ich versuche in den meisten Fällen aufs Beste, auf meine/n Gesprächspartner einzugehen.  Mich darauf zu konzentrieren, wie ich ihm helfen kann oder ihm zumindest zuzuhören.
& ja, das kann bei Zeiten sogar anstrengend sein.

& manchmal erträgt man es eben einfach nicht mehr. So wie momentan. Es sind selbst die einfachsten Gespräche, die lang nicht mehr gespürte Aggressionen herauskitzeln. Jedes gesprochene oder geschriebene Wort im Umgang mit anderen fühlt sich falsch an. Es macht einen so wütend, obwohl man egtl nicht mal genau weiß, warum. Weil man einfach nicht belastbar ist? Ja, mag sein.

& dann braucht man eben die Ruhe. Bis die Wogen sich geglättet haben. Die Aggression verdampft ist. Zumindest fürs erste.

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~ von Miss Ann Thropy - 17. Juli 2011.

Eine Antwort to “Passive Aggressive.”

  1. So ist es.

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