Ein Versuch.

In letzter Zeit habe ich wieder einmal sehr darüber nachgedacht, mit dem Bloggen aufzuhören. Ja, mal wieder. Stellt sich wohl für die einigen wenigen die Frage nach dem Warum.

Natürlich gehe ich sehr offen mit dem um, was ich im Internet über mich preisgebe. Wenn nicht gar zu offen. Nicht, dass ich Angst hätte, man könnte mir daraus später einmal einen Strick drehen. Irgendwie halte ich das nämlich für sehr unwahrscheinlich, wenn auch nicht für unmöglich. Nur ist es eben so, dass ich auch nicht weiß, wer hier was von mir liest. Klar bin ich nun mal so, wie ich bin. Natürlich ist es so, dass vermutlich nicht jeder damit einverstanden ist, wie ich bin. Davon kam mir bis jetzt glücklicherweise noch nichts zu Ohren oder Augen. Nur frage ich mich nun nach gegebener Zeit des ‚offenen‘ Blogs, ob ich es wirklich so okay finde, wenn man wirklich annähernd jede Einzelheit meines Lebens (mal überspitzt gesehen, denn wer eröffnet schon sein sämtliches Leben in so etwas?) Bescheid weiß. Zumindest bei einigen kann ich es nicht mehr bejahen. Somit könnte man aber auch einfach nur sagen, dass einige der Beiträge einfach mit Passwort versehen werden. Wer es denn dann lesen will, kann gefälligst auch das Kontaktformular benutzen, das ist ja schließlich nicht zu Dekozwecken da.

Aber das ist es irgendwie nicht. Nicht ganz. Wo liegt das Problem also weiter?
Einerseits ist es so, dass ich für mich das Gefühl habe, es nicht wirklich drauf zu haben. Mich nicht so ausdrücken zu können, wie ich es wollen würde. Ich habe das Gefühl, mich auf eine infantile Art & Weise auszudrücken. Ob dem nun so ist, lasse ich einfach mal dahingestellt. Letztendlich drängt sich mir aber das Gefühl auf, dass das was ich tue, jede andere Fuzzi genauso veranstalten könnte.

Wo wir ja wieder dabei wären, dass ich nun mal so bin, wie ich bin. Ich weiß für mich selbst nicht, ob ich vertreten kann, das doch bitte so zu akzeptieren, wenn ich es selbst nicht wirklich tue.

Auch wenn einige Menschen hier trotzdem gern lesen, aus welchem Grund auch immer, ohne etwas auszusetzen, weiß ich nicht, ob es so weitergehen kann. Sollte.
Letztendlich habe ich mich jetzt doch dazu entschieden, nicht aufzuhören. Aber wie & in welchem Rahmen es nun weiter geht, keine Ahnung. Ich denke, ich muss hier erstmal ein bisschen Struktur reinbringen. Hier, in meinem Kopf, überall ein bisschen.

& so bin ich eben am Überlegen, ob ich, inspiriert von Choga Ramirez, nicht auch erstmal eine Woche Ruhe von dieser ganzen Internetwelt nehme, speziell von den ganzen Menschen (auch wenn ich euch mag ;)), die mich irgendwie unbewusst stressen, von diesem Blog & irgendwelchem Mist, mit dem man sich vermeintlich gerne ablenkt, dies aber nur tut, weil es dumme Gewohnheit ist.
Irgendwas muss sich definitiv daran ändern, dass man fast den halben Tag am PC hängt. Denn wenn ich ehrlich bin, weiß ich, dass es Zeitvergeudung ist. Dass es alles andere als gut ist. & ein Versuch ist es wert, oder?

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~ von Miss Ann Thropy - 27. Juli 2011.

Eine Antwort to “Ein Versuch.”

  1. Den „Rat“ hast du mir ja auch schon gegeben. Mehr als einmal. Und es ist wirklich im Nachhinein gut, das Internet so zu nutzen, wie manch anderer es tut. So, nebenbei mal eben. Aber nicht stundenlang. Wenn du das erfolgreicher schaffst als ich, werd ich dich zwar vermissen, aber ich fänds toll. Denn man gerät wirklich langsam in so einen Gewohnheitstrott.

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