Meine erste Musicalerfahrung.

Ich bin ein Kind der 90er. Ich halte trotz der Mode sehr viel von den 90ern & wenn ich an sie zurückdenke, ist es für einfach die Zeit, in der ich wirklich, wirklich glücklich war. & vllt ist genau das der Grund, wieso ich, wenn ich darüber denke, etwas höre oder lese, ganz nostalgisch & melancholisch werde. Diese Nostalgie & Melancholie ist beizeiten so schlimm, dass ich sehr schnell dazu neige, sie zu verdrängen, weil sie sonst einnehmend wird & nichts wohltuendes ist, sondern einfach nur schmerzhaft.

Damals, in den 90ern, gab es einen Drachen, Tabaluga, erfunden von Peter Maffay in den 80er Jahren, zusammen mit Rolf Zuckowski. Seit ich denken kann, kenne ich Tabaluga, was u.a. wohl auch daran liegt das meine Eltern (oder mein Vater[?]) Peter Maffay sehr dufte fanden.

Damals in den 90ern, war es dann auch so, dass Tabaluga seine eigene Rockmärchentournee, die damals auch als Tabaluga-Musical bezeichnet wurde, bekam.  Zusammengefasst aus dem 1. & 3. Konzept-Album, wenn ich mich nicht irre. Auch gab es ab 1999 ein richtiges Musical in Oberhausen. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich niemals dort war,da mir die Besetzung als solches irgendwie nicht passte, da ich eben das Original mit dem Peter kannte. Lustige Zusatzinfo: In der Musicalbesetzung hat Ross Antony den Tabaluga gegeben.

Ca. 1994 lief „Tabaluga & Lilli“, ein Livemitschnitt des Rockmärchens, dann im TV. Zeitgleich kam auch die Kassette bzw. CD raus. Meine Mama hat natürlich gleich daran gedacht, den Livemitschnitt auf Video aufzunehmen, so dass wir es auf VHS Zuhause haben.
Ich war ja sooo verliebt.  Anfangs habe ich es mir jeden Tag angeguckt, in jeder freien Minute die Kassette gehört. Ich habe mitgelacht, als Tabaluga beim anfänglichen Feuerspucken nur gerülpst hat, über den Magier, der eine verblüffende Ähnlichkeit mit Otto hatte, ich hatte eine ganz furchtbare Angst vor dem Kratermann ,den Bienen & Arktos, habe Rotz & Wasser geheult, als Tyrion gestorben ist.

& so wurde ich irgendwann größer, Tabaluga uninteressanter & das trotz Daueranwesenheit der 90er. Doch er war nie wirklich weg, nur eben kurzfristig aus dem Blickfeld geschoben. Bis zu unserem Umzug habe ich recht regelmäßig ein Tabaluga-Musical-Revival gefeiert & selbst danach kam es, wenn auch äußerst selten, vor, dass ich das Video reingeschoben habe oder die Kassette gehört habe.

Nun sind also einige Jahre vergangen, als ich  seit ich Tabaluga das letzte Mal gesehen & gehört habe. & dann, vorgestern, kam es mir wieder in den Sinn.
& dann war es da & sang aus meinen Lautsprechern & ich? Ich habe Rotz & Wasser geheult.

& während also Ich wollte nie erwachsen sein (Nessajas Lied) aus den Lautsprechern schallte, hätte ich unter mir ein Gefäß aufstellen können.
Warum mir plötzlich Tränen kamen, kann ich nicht mal genau erläutern. Ich kann nicht sagen, ob es positiv oder negativ war.  Ich kann nicht sagen, ob es mir gut oder schlecht ging, weil eben, von einen Moment auf den anderen, diese arg einnehmende Nostalgie da war. Da war Kindheit. Da war plötzlich das, was da war, als ich klein war. Da war das, was ich geliebt habe, als ich klein war. Da war früher. & auch so sehr ich mich irgendwie bemühte, ich konnte es nicht ausschalten. Als sei es nun richtig, sich damit zu konfrontieren. Selbst, wenn ich hinterher als emotionales Wrack ende.

Mir geht’s gut. Zumindest so, was man bei mir als gut bezeichnen kann.
Auch, wenn mir jetzt beim dritten oder vierten Hören manchmal ein bisschen die Tränen in die Augen schließen, geht es mir trotzdem soweit gut.

& wenn man es mal auf ganz sachliche Weise betrachtet, muss man sagen, dass dort wirklich doch recht „berühmte“ Menschen mitgemacht haben, u.a. Nino de Angelo, Stephan Remmler. & Rufus Beck.

Zugegeben ist es irgendwie kitschig & ja egtl auch für Kinder gemacht (oder alternativ für Peter  Maffay-Fans), aber ich finde es immer noch zuckersüß. Ob das nun den Gefühlen & der Erinnerung zuzuschreiben ist, weiß ich nicht, ist aber egtl auch irrelevant. Wer sich das Ganze aber mal anhören will, kann das hier kostenlos bei simfy tun, ich nehme an, ihr müsst euch dafür nicht mal anmelden.

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~ von Miss Ann Thropy - 8. August 2011.

4 Antworten to “Meine erste Musicalerfahrung.”

  1. Ich finde den Artikel sowas von schön… Toll, wenn Kindheitserinnerungen hochkommen, selbst, wenn man dann weint.

  2. Ich hab es nie gehört… aber ich werde es wohl tatsächlich mal tun…. gibt ja jetzt simfy 😀

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