Wilhelm, das war nichts.

Es macht mich so wütend. Das ich wieder so blöd war, dran zu glauben. Daran zu glauben, dass es doch wirklich werden würde, da ich ihm ja erklärt habe, dass es hasse, wenn man mir irgendwas in den Kopf setzt, um es doch nicht zu erfüllen. Ihm erklärte, dass ich dann freue, um danach dieses wohlbekannte Fallen zu spüren, wenn es nicht passiert. Es sich zerschlägt oder, & das ist das Schlimme daran: In dem Moment einfach nur daher gesagt wurde. Faszinierend, wie ich das Wort traurig ständig durch wütend ersetze.
Ich bin es so leid, mich jedes Mal zu freuen, auf nichts & wieder nichts. „Ja, aber Freude ist doch was tolles!“ Gut hin oder her, solche Freunde kann ich sicher nicht gebrauchen.

Ich frage mich, wieso wir dieses Gespräch über Vertrauen geführt haben. & er mir immer wieder versuchte einzutrichtern, dass er mir nichts böses will. Nein, das vllt nicht. Aber jemanden immer wieder fallen lassen ist es. & das ist es für mich, verdammt noch mal.
Ich frage mich, wieso ich so viele Worte darauf verschwendet habe, es verständlich zu machen & es mir offensichtlich nicht gelungen ist. Ich frage mich, wofür ich sie verloren habe.
Ich frage mich, wieso ich einfach überhört werde. Bin ich eine solche Niete darin zu formulieren, womit ich nicht klarkomme? Bin ich eine solche Null, um überhaupt nicht ernstgenommen werden zu können?

Natürlich nehme ich die kleinsten Anlässe, um alles wieder in Frage zu stellen. Sei es ein fehlender Rückruf, nicht beantwortete Nachrichten, ähnlich banale Dinge. Nicht, dass man das nicht wüsste. Man weiß es sogar ziemlich genau, wenn man mit mir darüber eine halbe Stunde schwadroniert hat.
Natürlich bin ich mir bewusst, dass diese Menschen auch ihr eigenes Leben haben. Ich weiß auch, dass ich nicht der einzige Mensch auf der Welt bin. Aber mir kann kein verdammter Mensch erzählen, dass man, wenn man sich gerade eh schon beim facebook aufhält, nicht die zwei, drei Minuten Zeit hat, um auf eine simple Frage per Nachricht zu antworten.
& ja, vllt ist das extrem selbstgefällig, es ist aber nun mal trotzdem so, dass mich das jegliches Vertrauen diesen Menschen gegenüber für gewisse Zeit verlieren lässt. Das ich mich fühle, als würde wieder einmal nur mit mir gespielt. Als würde man das alles mit Absicht machen.
& da bringt mir ein eben dahingesagtes „Ich will Dir doch nix Böses!“ herzlich wenig.

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~ von Miss Ann Thropy - 12. Oktober 2011.

6 Antworten to “Wilhelm, das war nichts.”

  1. =(

    (Finde keine passenden Worte, aber ich kann alles nachempfinden..
    Ich kenne!)

  2. Sowas zu sagen ist immer leicht. Aber man sollte auch versuchen, dem Menschen, dem man nichts böses will, das auch zu zeigen. Und für eine kleine Nachricht bei Facebook sollte schon Zeit sein.

  3. Man kann natürlich ein riesen Fass aufmachen und sich jemanden zerreden weil er auf Facebook nicht geantwortet hat. Man kann aber auch üben gelassener zu sein und sich nicht mehr Probleme machen als man eh schon hat 😉

    • Könnte man. Kann ich momentan aber nicht. Momentan ist es aber nun mal einfach so. Es ist grad nun mal so, dass ich nicht damit umgehen kann & mir das Ganze wie ein Vertrauensmissbrauch vorkommt. Weil ich haufenweise Worte verloren habe, die zu nichts geführt haben.
      Ich mache ja kein Fass auf.Weil es eben, wie ich ja auch schon schrieb, so unglaublich unpassend wäre. Aber jetzt zu erläutern, wieso es so ist, wie es ist, würde noch mal Ewigkeiten dauern.
      Rational gesehen & vom Gefühl her hab ich da zumindest sehr unterschiedliche Empfindungen.

&, noch was zu sagen?

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