52 Bücher. #1 – Das Buch, das Du zur Zeit liest.

Egtl bin ich ja eher der Mensch, der nur ein Buch liest. Ich bin nicht sonderlich gut darin, mehrere Bücher parallel zu lesen, weil entweder die Storys ineinander verschwimmen oder ich einfach nicht weiß, was bisher geschah, also lass ich es meist sofort, auch wenn mich Bücher echt massivst interessieren.
Noch weniger talentiert bin ich allerdings darin, Bücher wegzulegen, die mich egtl langweilen, ich aber trotzdem nicht, trotz der Langeweile die sie in mir erzeugen, als „40/50/60/70 Seiten gelesen & für langweilig befunden“ wegzulegen & zu akzeptieren, dass man eben auch nicht jedes Buch mögen muss. Ja, ich bin stur.
Kommen wir also nun zum eigentlichen Thema, anstatt die ganze Zeit über mich zu egozentrieren.
Ich lese momentan inoffiziell 4 Bücher parallel. Die liste ich dann wohl mal nach Häufigkeit & „Wichtigkeit“ für mich auf.

Dirk Bernemann, einer meiner Lieblingsautoren, mit seinem zweiten Roman Vogelstimmen. Fällt in das Genre Anti-Pop: Was nun Anti-Pop ist darf sich jeder selbst ergooglen, da meine Erklärungskünste etwa gen -120 tendieren.

Der Klappentext erzählt: »Und ich dachte: Ein Frühlingstag. Ja, ja, ja, ein Frühlingstag. Der Mai hat seine Mitte erreicht. Doch was bringt die Mitte eines Mais, wenn es sowas wie Vergänglichkeit gibt, wenn man von der Mitte eines Mais schon das Ende eines Novembers erkennen kann?«

Wie ich ja bereits erwähnte, liegt mir Herr Bernemann sehr am Herzen, da mir seine bisherigen Bücher immer seeehr gut gefallen fallen, da sie einen gewissen Mix aus.. dem Gefühl, das man hat, wenn man oben auf einem Berg weilt & der Stadt beim Abbrennen zusieht, vermittelt. Eine gewisse brachiale Romantik.
Trotz allem find ich dieses Buch, soweit ich es gelesen hab (bin auf Seite 168 von 281), nicht so umwerfend wie die vorangegangenen Kurzgeschichtenzusammenfassungen. Nicht schlecht, aber eben auch nicht so, wie ich es gern hätte. 😉
Dirk Bernemann unterhält übrigens einen eigenen Blog, den man sich hier angucken könnte, wenn man möchte.
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Dann haben wir da Helen Fieldings Bridget Jones Am Rande des Wahnsinns. Vorher- & nur zu 1/3 gelesenes Buch. Zweites Buch der Bridget Jones-Bücher, die ja, wie vielen bekannt ist, mit Renée Zellweger & unserem Romantik-Frauenfilm-Helden-Penner-Eroberer-Überalldrinvorkommer Hugh Grant verfilmt wurden. Das erste hab ich natürlich zu erst gelesen, was meines Erachtens auch knapp ein bisschen besser ist als das zweite. Was ist aber irgendwie lustig finde, ist, dass in beiden Büchern sowohl Hugh Grant (Daniel) als auch Colin Firth (Mark Darcy) mehrfach erwähnt werden, speziell Colin Firth im Zusammenhang mit der britischen Serie „Stolz & Vorurteil“, in der er, Ironie des Schicksals, ebenfalls Mr. Darcy darstellte.
Ich mag’s. Leichte Kost, bei der man jederzeit wieder anfangen kann. Außerdem mag ich Tagebuchschreibstil. Letztendlich auch nur unterbrochen, weil ich unbedingt Vogelstimmen lesen wollte.
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Als drittes wäre da Suzanne Segals Kollision mit der Unendlichkeit – Ein Leben jenseits des persönlichen Selbst. Irgendwann mal in einem Restpostenladen extrem billig zugelegt & nach Jahren doch angefangen zu lesen.
Eine Biographie von einer Frau die mit 27 Jahren an einer Bushaltestelle in Paris ihre „Ich-Identität“ verliert. Danach tingelte sie 10 Jahre durch sämtliche Psychotherapiepraxen, die ihr nicht helfen konnten &  traf sich mit Gurus, die ihr eine besondere Ebene des Öffnen des Geistes bescheinigten. 1997 starb sie dann an Krebs.
Egtl ein ziemlich spannendes Buch, toll beschrieben & auch ein kleines bisschen ängstigend. Ich zumindest stelle es mir äußerst merkwürdig vor, wenn man redet, dass aber nicht tut, weil man eben redet, sondern eben die Funktion des Sprechens einsetzt. Wenn das, was man selbst erlebt hat, als man klein war, etc. nicht mehr einen zugehörig ist, etc. Ob ich dran glaube, ist so ’ne andere Sache. Mein Interesse schließt zumindest weder Meditation oder Yoga mit ein (Was es vllt mal tun sollte, dann wär ich sicher wesentlich entspannter ;)). Ich bezweifle zumindest, dass Yoga oder Meditation so einen Zustand herstellen können. Vllt bin ich aber auch einfach zu verkopft, wasweißich.
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& last & least geschätztes: High Fidelity. Als ich es mir kaufte, war ich ja der Hoffnung, dass es annähernd so gut ist wie „A Long Way Down“ von Nick Hornby. Ich ging auch ganz unvoreingenommen (na ja, fast ;)) an die Sache, habe mir vorher nicht den Film angesehen & hoffte auf was richtig Gutes. Dem war dann nicht so. Irgendwer wird von irgendwem verlassen, fickt mit dem Nachbarn oder irgendwem anders, der Verlassene palavert ein bisschen von seinem Leben in seinem schlecht laufenden Plattenladen, irgendwann kommt irgendeine Sängerin ein.. blablabla. Habe beschlossen, doch lieber den Film zu sehen & danach vllt noch mal mein Glück an den Buch zu versuchen.

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~ von Miss Ann Thropy - 4. November 2011.

16 Antworten to “52 Bücher. #1 – Das Buch, das Du zur Zeit liest.”

  1. Dirk Bernemann habe ich mir gleich mal notiert, hört sich vielversprechend an. Von Helen Fieldings Bridget-Jones-Büchern habe ich das erste gelesen. War ganz amüsant, hat mich aber nicht so fasziniert, dass ich mir die Folgebücher gekauft habe (gibt es nicht mittlerweile sogar ein drittes?)
    „High Fidelity“ kenn ich. Vielleicht muss man ein riesengroßer Musikfan sein, um es zu mögen? Schlecht fand ich es nicht, aber ich bin auch nicht in Begeisterungsstürme ausgebrochen. Ich habe von ihm auch noch „Fever Pitch“, welches leider auf dem Stapel „ungelesen“ liegt, obwohl ich darauf gespannt bin, denn es geht um einen Fußballfan. Und mit Fußball habe ich es ja auch. 🙂

    • Sehr gut, ich persönlich würde Dir den Doppelband Ich hab Dir Unschuld kotzen sehen 1 &2 von Dirk Bernemann empfehlen, ist nun aber auch nur meine bescheidene Meinung, denke aber zum Einstieg in seine Welt ist das ziemlich gut. Außerdem teilt ihr eine Abneigung gegen die FDP 😀
      Soweit ich weiß, gibt es nur zwei, hab sie mir beide zusammen vor ein paar Wochen für einen Euro auf ebay ersteigert, daher hab ich das zweite hier rumliegen. Hätte ich den regulären Preis bezahlt, hätte ich es mir wohl auch nicht zugelegt. Na ja, keine Ahnung, vllt doch, ich hab so ’ne Macke, alle Bücher einer „Reihe“ besitzen zu müssen.
      Ich habe, wie geschrieben, „A Long Way Down“ von Nick Hornby gelesen, was mir echt ziemlich gut gefallen hat, zwar auch noch „Speaking with thr Angel“ wo er aber mehr Herausgeber war bzw. eine Kurzgeschichte beitrug, daher gilt das nicht. Zumindest weiß ich, was ich nicht unbedingt von ihm Lesen muss, da mir Fußball mehr so egal ist. 😉

  2. ich mache mir mal eine gedankliche notiz zu suzanne segal – nicht, dass ich mein selbst verloren hätte, aber so grundsätzlich hört sich diese biographie spannend an…

    • Ist aber wohl schwer erhältlich, hab ich mir googlen lassen. Amazon sagte unter NIcht erhältlich trotzdem einen Preis von 18€ vorraus 😉 Wenn es Dir das wert ist, tut das, ansonsten könnte ich Dir anbieten, es Dir zu schicken, wenn ich es fertig gelesen habe, ist jetzt nicht unbedingt ein Buch, was ich zwingend behalten müsste.

  3. ist doch schön, dass amazon so fürsorglich ist auch bereits jetzt den preis für noch nicht bzw. nicht mehr greifbare titel zeigt 🙂 bei booklooker wird man aktuell aber fündig.

    ich habe es auf meiner extra für das 52-bücher-projekt angelegte liste vermerkt (mein ungelesenen bücher türmen sich ein wenig) und würde zukünftig ggf. gern auf dein angebot zurückkommen. es sei denn, es reißt dich auf dauer doch noch so mit, dass du es behalten möchtest – dann stehen ja immer noch die booklookerangebote offen 😀

  4. Ich bin auch ziemlich schlecht im parallel lesen und lese daher fast immer nur ein Buch. Und ich bin auch ziemlich stur und lege Bücher eigentlich nie weg, auch wenn ich sie noch so langweilig finde. Ich kämpfe mich meistens trotzdem durch.

    Die Bücher, die du zurzeit liest, kenne ich – bis auf Bridget Jones – nicht, aber gerade das Buch von Suzanne Segal klingt sehr spannend.

    • Sehr gut, bin ich wenigstens nicht die Einzige 😉
      Mh, egtl ist das ziemlich merkwürdig, dass man sie dann nicht beiseite legt.. Ich meine, klar, es hat Geld gekostet, aber Geld kann ja auch nicht die Zeit aufwiegen, die man mit endlos langweiligen Stunden des Buchs verbracht hat. Bei ’nem Film würd man sich ja auch nicht unnötig durchquälen, ich zumindest nicht.

  5. Das Buch von Suzanne Segal klingt sehr interessant für mich. Ich habe es mal auf meine Leseliste gesetzt. Ich glaube, die wird noch ganz schön lang werden, im Laufe dieses Projektes 🙂

  6. Ich mache mir zwar keine Notiz(en) über die Bücher, wohl aber über Deinen Stil. Den finde ich sehr kurzweilig und gerade der Part, in dem Du über Dich „egozentrierst“, hat mich bestens unterhalten 🙂 Du hast einen guten Humor und solltest eventuell Deiner Einsicht folgen, nur ein Buch zur Zeit zu lesen! Ich freue mich jedenfalls auf weitere Zeilen von Dir!

    • Ich bedanke mich 🙂
      Ja, wie geschrieben, ich versuch mich an diese Reihenfolge zu halten & sie nacheinander zu lesen.. Ich bilde mir halt immer nur ein, ich könnte was ganz wichtiges im nächsten Buch verpassen, kennt man ja, dass sich die Buchstaben verändern, sobald man sie länger nicht anliest, schwupps, neue Story. 😉

  7. High Fidelity habe ich auch gelesen, war für mich auch eher so ein Aha?-Erlebnis… 😉
    Die Kollision mit der Unendlichkeit dagegen werde ich mir garantiert zulegen, da ich mich im Moment sehr stark mit diesen Themen beschäftige.
    Schon notiert!

  8. […] aber dann würde ich nur durchnummerieren, also nicht die Namen mit angeben, sondern einfach 1, 2 und so weiter, das würde das ganze etwas vereinfachen… Die Frage ist, ob der Nährwert so […]

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