„Contenance, bitte!“

Das Allerschönste ist, wenn man mit seinen Nachbarn streitet & sämtliche Kommunikation durch an die Decke/durch den Boden-Geschrei besteht. Da fallen dann von unten so Worte wie „Schlampe“ & man sitzt oben & brüllt „Contenance, bitte!“ zurück & hört dabei den Soundtrack von Die fabelhafte Welt der Amélie & fühlt sich ganz schön französisch. Manchmal ist es auch so, dass einem gedroht wird, was auf die Schnauze zu bekommen, man dann aber, wenn man sich zufällig im Hausflur trifft, was eher selten vorkommt, da sie, sobald sie hören, dass jemand anders im Treppenhaus ist, sich hurtig wieder hinter eigener Wohnungstür verstecken, sehr klein mit Baskenmütze sind. Grundlegend wird in diesem Haus auch mehr die Kommunikation durch Beton gepflegt. Wenn man sich nämlich seine versprochene Tracht Prügel abholen möchte & an der Tür klopft & schellt, scheinen sämtliche Eier verloren gegangen zu sein, um überhaupt die Tür aufzumachen.
& wäre ich selbst nicht so unglaublich klischeeasozial (ihr wisst schon, keine Arbeit, etc. blabla), ich würde glauben, ich befinde mich ständig bei Mitten im Leben, o.ä. & die kleine dicke Vera springt mich gleich an. Warum ich euch das erzähle? Ich weiß es nicht. Um euch an meinem unglaublich spektakulären Leben am heutigen Abend teilhaben zu lassen.

Um es kurz zusammenzufassen: Der Termin beim Arbeitsamt war okay, die Dame war sehr nett & verständnisvoll, ich habe nächsten Montag einen Termin zum Psychologischen Test, sie hat mich bei der DAA angemeldet, von denen ich kontaktiert werde, sobald ein Platz frei ist. Solange ich bei der DAA bin, habe ich eine Art Betreuer, der mich ab & an beim Praktikum besuchen wird. Sollte sich aus dem Praktikum ein Ausbildungsplatz entwickeln wäre das gut, Problem wäre aber, dass ich, da ich bis dahin wohl das 25. Lebensjahr überschritten habe, komplett auf mich allein gestellt bin. Ich bin mir durchaus bewusst, dass das den meisten so geht, die eine Ausbildung anfangen, allerdings denke ich auch, dass man mich nicht mit den „normalen“ Menschen vergleichen kann. Was nicht heißt, dass ich es nicht schaffen werde, sollte es überhaupt so weit kommen. Desweiteren sollte ich mich über Berufe informieren, die nicht allzu viel Kundenverkehr beinhalten, da mir das immer noch irgendwie unangenehm ist. Sie (die Dame von der Arbeitsagentur) schaut währenddessen dann noch mal, ob es nicht doch eine Möglichkeit der Unterstützung für Ü25 gäbe.

Außerdem war Svü von Montag bis Donnerstag bei mir, ich habe mein Gefallen am Geocachen gefunden, falls irgendwie ein bisschen blöd ist, so ohne GPS, falls also irgendjemand, der das hier liest, günstig eins abzugeben hätte, wäre ich sehr entzückt. Dann haben wir noch festgestellt, dass der Grönemeyer in meiner Stadt auftritt in einer Arena, die wir nicht haben. Gefunden haben wir aber auch einen Samson Medina, den es ebenfalls nicht gibt, das scheint also so was wie ein Brauch in dieser Stadt zu sein. Kurzfristig dachte ich sogar daran, dass Uelzen vllt so was wie Bielefeld ist. Dafür weiß ich nun ganz toll über vollkommen reale Bäume Bescheid (Ja, wir waren Baumknuddeln. Oder wir Svü sagen würde: „Hihi, wir sind Baumschüler!“).
Alles in allem also egtl ziemlich ertragreiche Woche. Wenn ich jetzt also noch die ungelesenen Artikel der 52 Songs & 52 Bücher als auch die ausm Reader gelesen bekomme & was anderes als Mini-Butter-Maripan-Stollen zu mir nehme, dann hätte ich selbst heute was richtig kluges gemacht.

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~ von Miss Ann Thropy - 13. November 2011.

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