52 Songs. #23 – Parental Advisory.

Oder: Was Eltern auf die Palme bringt.

In meiner Jugend bin ich meinem Dad mit meiner Musik wohl öfter mal auf den Keks gegangen. Einerseits durch die Lautstärke (& er kann verdammt froh sein, dass ich nur so was wie eine moderne Art der Boombox hatte, die kann man nämlich nicht so laut aufdrehen!), andererseits durch das Zeug, was ich gehört habe. Richtig verteufelt hat er mich, glaub ich, so mit 13, als „Hybrid Theory“ von Linkin Park rauskam. Ich hatte nämlich keinerlei Probleme, das Album sechs oder sieben Mal nacheinander zu hören. Was soll ich sagen, ich fand sie zu diesem Zeitpunkt halt episch (& würde es vermutlich immer noch tun, hätten sie danach nicht irgendwelchen Mist fabriziert). Ab & an haben wir Diskussionen darüber geführt, dass Nu-Metal & Oper gar nicht so weit auseinander liegen, schließlich wird in beiden zumeist rum geschrien.

Ich blieb danach, bis auf einige Ausflüge ins Pop-Universum (War mal unheimlicher großer Fan von Robbie Williams), meist bei dieser lauten Gitarrenmusik.
& da ja grad eh die Nu-Metal-Welle am Überschwappen war, mein Gefühlsrepertoire  lediglich von extrem scheiße gelaunt bis dezent depressiv reichte, kamen mir Papa Roach gerade recht. Oh Gott, was habe ich diesen Song abgefeiert! Meine Verehrung ging sogar so weit, dass der Refrain in knallrot (Glaube, ich wollte Blut nachahmen) über meinem Bett prangte (was irgendwann auch mit dem „Boulevard of broken dreams“-Refrain passierte, warum auch immer). Fazit: Ich kann mich in Songs hervorragend reinsteigern.
Anmerkung: Ich bin nie Amok gelaufen.

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~ von Miss Ann Thropy - 5. Dezember 2011.

12 Antworten to “52 Songs. #23 – Parental Advisory.”

  1. Frau, bist Du mutig. Ich glaube der Satz: „War mal unheimlicher großer Fan von Robbie Williams“, ist ungefähr gleichzusetzen mit: „Ich hatte da mal ´ne Geschlechtskrankheit …“ Robbie Williams – Mephi hilf …

    Naja, die Phase scheinst Du ja überwunden zu haben. Gratuliere dazu – und laute Gitarrenmusik geht immer!

    • Das halte ich aber für ein Gerücht! Sie… Sie… Sie… Kostverächter! Außerdem glaube ich, dass dort „unheimlich großer“ stehen sollte, auch wenn Sie vermutlich sagen würden, eine Dame, so wie ich sie nun mal bin, die Robbie Williams hört, kann nur unheimlich sein.
      Achja – & Kelly Family-Fan war ich auch mal! So, nun ist’s raus.
      & nein – Ich mag ihn (den Robbie) immer noch sehr gerne. 😛 Zumindest die Stücke, die Guy Chambers getextet hat.

  2. Kostverächter – so bin ich ja noch nie beschimpft worden! Das ist richtig … lustig 👿 Und als unheimlich würde ich niemals jemanden bezeichnen, der Robb*e hört; als alles, aber sicher nicht als „unheimlich“ Und, selber 😛

    • Du weißt doch, irgendwann ist immer das erste Mal. 😛
      Aber ja, lustig bin ich öfter mal. Schön, dass das endlich mal einer wertschätzt! Aber wie ich eben schon sagte: Irgendwann ist immer das erste Mal.
      Ach ja, &: Immer einmal weniger als Du 😛

  3. Auf so alberne Sachen lasse ich mich doch in meinem Alter nicht mehr ein 😛 😛

  4. Ich mag Robbie auch. So. Und wenn ich mir so richtig das Gehirn mit brachialer Musik durchspüle, bin ich danach auch viel zu flauschig, um über Amok auch nur nachzudenken, das finde ich total logisch. Trümmermusik sollte es auf Rezept geben 😉

  5. So, der Herr Johann haben also keine Ahnung, ja? Der Herr Johann belieben schon Ahnung zu haben, als Du noch nicht mal flüssig warst und „Fräulein“ Caroona noch mit der Trommel um den Weihnachtsbaum gelaufen ist. So sieht datt nämlich hier ma aus …
    Nebenbei: doppel 😛

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