Adieu Prokrastination.

Man kann behaupten, dass es momentan wirklich gut läuft.
Ich habe nur sehr kurze, leicht depressive Phasen,  schiebe nicht mehr ewig vor mir her & wenn doch, nur bis zu einem gesetzten Zeitpunkt, denn ich für mich überraschenderweise sogar einhalte. So habe ich es heute geschafft, die halbe Bude sauberzumachen – inklusive des ungeliebten Badezimmers, trotzdem zu lesen, den Fragebogen endgültig auszufüllen, Wäsche & Bügeln.
Zwar gibt es immer noch Punkte, die mich dezent verzweifeln lassen, weil ich diesbezüglich ziemlich empfindlich bin & schnell zu dazu neige, diese Aggressionen an mir selbst auszulassen, aber im Moment schaffen selbst das es nicht, diese fast schon positive Sicht zu verderben.

Selbst Weihnachten lässt mich nicht verzweifeln, auch wenn es die selbe Unspannung wie jedes Jahr verspricht, mehr ein Nicht-Weihnachten ist, nur bin ich mir diesmal wohl bewusst, dass es eben nicht zu ändern ist. dass es nicht das Weihnachten wird, was ich wollen würde. Vllt oder auch gerade, weil ich nicht mal weiß, wie denn Weihnachten werden soll. Weil es nicht das Weihnachten werden kann, weil eben diese Person fehlt, diese Person, von der ich nicht weiß, ob sie existent ist. Doch diese Nonexistenz stimmt mich nicht traurig, da ist mehr so ein Nichtgefühl, lediglich die Anwesenheit eines Wissens.

Ebenfalls weiß ich noch nicht, wie ich Silvester verbringen werde. Tatsache ist nun mal, dass es so ist, dass ich wenig Kontakt zu den Menschen in meiner näheren Umgebung habe. Das liegt hauptsächlich an mir. Irgendwie war es eine schwere Erkenntnis zu realisieren, dass, auch wenn unglaublich dankbar ist, was bestimmte Menschen für jemanden getan haben, einen irgendwie nichts mehr verbindet. Vllt auch nie verbunden hat. Außer eben, dass man sich mag. Miteinander die Zeit verbringt. & sich auch irgendwie dankbar dafür ist, was man füreinander tut.
Manchmal mag das reichen. Häufig wahrscheinlich nicht. Manchmal sind da auch keine Gründe, wieso man plötzlich der Auffassung ist, dass es nicht reicht. Es ist mehr das Gefühl. & gerade weil es das Gefühl ist, ist es wohl auch so kritisch. Weil Freundschaft eben auch ein Gefühl ist.
Ich bin nicht der Mensch, der sich dann meldet, nur weil er gewisse Tage nicht alleine verbringen will. Das wäre nicht fair diesen Menschen gegenüber. Es wäre allenfalls beruhigend für mich, um mir sagen zu können, ich sei nicht allein. Aber momentan finde ich dieses Alleinsein gar nicht schlimm.

Heute jedenfalls werde ich noch ein bisschen entspannen. Oder es versuchen. Oder üben es zu tun. Holy Shit, klingt das kacke. Ich versuche, den Körper von der Hektik runterzufahren. Was essen, baden, ins warme Bett kriechen & lesen.
Morgen tingle ich nämlich schon wieder durch die Stadt. Aus Gründen. & weil ich ein netter Mensch bin.

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~ von Miss Ann Thropy - 18. Dezember 2011.

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