Anti-Narkolepsie.

Momentan will mein Schlaf absolut nicht wie ich will. Nein, lasst mich die Frage stellen: Welcher Schlaf? Denn der hat sich in den letzten Tagen als sehr abgängig erwiesen. Gestern war ich also locker 25 Stunden wach. In zwei Stunden sind es wieder 24 Stunden, die ich wach bin. An dieser Stelle würde ich nun gerne behaupten, dass ich müde sei & nun ins Bett gehe. Aber beides würde komplett falschen Tatsachen entsprechen. Ich habe das nachgeprüft. Ich lag nämlich seit halb neun im Bett. Habe Fernsehn geguckt, Die unendliche Geschichte gelesen. Es fehlen nur noch knapp 80 Seiten, heute habe ich schließlich ca. wieder 180 Seiten gelesen. So was wie eine körperliche oder geistige Müdigkeit hat sich trotzdem nicht eingestellt. Lediglich die Augen wollten irgendwann nicht mehr wirklich. Sonst wäre ich jetzt vermutlich durch. Möchte vllt jemand entscheiden, was ich als nächstes lese? Ich gebe mal ein paar Vorschläge, die ich in Betracht ziehe: Becketts „Obsession“, Safiers „Mieses Karma“ oder Jauds „Vollidiot“. Manu ist von der Wahl ausgeschlossen, weil ich weiß, was er mir vorschlagen würde.

Kommen wir nun aber mal zum eigentlichen Thema zurück – Schlaf- & Müdelosigkeit.  Ob es mich stört, weiß ich grad noch nicht. Sagen wir es so – Es hätte mich nicht gestört, wenn ich um elf oder zwölf müde geworden wäre.
Einschlafen ist bei mir davon ganz ab in den letzten Jahren eh ein großes Thema geworden. Früher konnte ich problemlos beim Fernsehschauen einschlafen. Ein bisschen Tonberieselung & gut war. Als ich meine Ratten bekam, die nachts entsprechend Lärm gemacht haben, fing ich an mit Ohropax zu schlafen. Mittlerweile, die Ratten sind tot, bin ich so weit, dass ich nicht schlafen kann, wenn ich nicht absolute Ruhe habe. Absolute Ruhe ist aber auch ziemlich einhergehend mit lauteren Gedanken. & hier schießt ein Gedanke & da kommt der nächste. Ergo: Ich finde den Akt des Schlafengehens in den meisten Fällen äußerst belastend. Entspannend wird es erst, wenn ich wirklich groggy bin. & selbst dann zirkulieren die Gedanken, wenn auch eingedämmt.

Nun lag ich also gerade eben im Bett & rumschwabern tat gar nichts. Gut soweit. Nicht ganz so gut, wenn die innere Anspannung so unerträglich wird, dass man die Augen nicht geschlossen halten kann. Auch nicht ganz so gut, wenn der Körper nicht still halten will. Letztendlich verbrachte ich die letzten zehn Minuten in meinem Bett damit, mir die Handfläche ständig in den Ellenbogen zu hauen. Nicht sonderlich schmerzhaft, aber ein routiniertes Gefühl. Den Sinn dahinter begreife ich noch nicht, ist aber vermutlich auch eher unwichtig.
Man könnte nun wahrscheinlich behaupten, dass mich irgendwas beschäftigt. Hab ich ja auch schon so hinterfragt. Natürlich denke ich über dieses Gespräch nach. & darüber, wie doof ich egtl bin, mir so respektlos ignorant gegenüber zu treten, wenn ich Emotionskrüppel mein Herz ausschütte. & da sind auch ein zwei andere Sachen, über die ich mir Gedanken mache. & leise schleicht sich auch wieder so etwas wie eine depressive Phase an. Aber das sind alles keine Dinge, die mich übermäßig belasten. Ja, vllt unterbewusst, aber eben auch nicht mehr als sie es sonst tun.

Jetzt könnte ich mir also meine Tabletten einverleiben. Entweder zum Schlafen oder um mich zu beruhigen. Beruhigen fällt in diesem Fall schon mal aus. & zum Schlafen.. Soll ich egtl 20mg (’ne halbe) nehmen, die nicht wirkt. Nehme ich aber die doppelte Dosis, komme ich morgen wieder nicht aus dem Bett & bin schon ziemlich verklatscht. Was mehr als ungünstig wäre.

Stattdessen bleibt mir also nun die Frage, was mit dem morgen anzufangen ist. Ich muss in die Stadt. Dringend. & einkaufen wäre auch mal ein ziemlich sinniger Plan. & nun hätte ich gern 24h-Läden hier. Hab ich aber nicht, deswegen muss ich warten, bis ich um halb acht los kann. Was, immer noch gut 3 1/2 Stunden sind. In denen ich am besten Sachen mache, die nicht müde machen.

Duschen. Kalt. Mindestens 3 Stunden lang. Ich werde ewig leben.

Advertisements

~ von Miss Ann Thropy - 30. Dezember 2011.

2 Antworten to “Anti-Narkolepsie.”

  1. Mieses Karma.

    Obsession gehört nicht zu den besten Büchern von Beckett. Auch wenns nicht so mies ist wie „Tiere“.

    Wie wäre es mit 3/4 Tablette? *duck* Oder das Problem beim Arzt ansprechen und nach einer anderen Medikation schauen? 😉

    Generell würde ich allerdings gerade gerne mit dir tauschen. Ich schlafe zuviel, träume äußerst bescheiden und habe zu wenig vom Tag. Da lieber eine Bett-Allergie entwickeln.

    • Ich hab bis jetzt noch kein Beckett-Buch gelesen, deswegen kann ich darüber nicht urteilen.

      Du hattest die Tabletten doch mal in der Hand. Hätten sie nun die Größe von Paracetamol oder so, würde ich sogar drüber nachdenken, zumal man sie ja sogar vier Mal teilen könnte. 😉 Allerdings sind die so verflucht klein, dass ich mir eher mit dem Messer in den Finger säbeln würde, kennst ja meine Körperklaus-Fähigkeiten. 😉
      Na ja, nee. ich nehm die ja nicht so oft. & wenn dann ja nur zur Beruhigung. & dafür renn ich nicht zum Arzt. Zumal ich eh ungern Tabletten in mich reinschaufle.

      Ich glaube, wenn Du meinen Rhythmus nimmst, wärst Du auch nicht zufrieden. Denn ein wirklicher Rhythmus entsteht eben nicht. & immer komplett unruhig & angespannt zu sein ist auch gar nicht so schön, wie es sich anhören mag 😛

&, noch was zu sagen?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: