52 Bücher. #11 – Buchverfilmungen.

Ein bisschen glaube ich ja, dass das Fellmonsterchen geneigt war, sich diese Woche das Thema Buchverfilmungen zu schnappen, weil ich letzte Woche drüber schwadroniert habe. Faktisch stimmt das vermutlich nicht, das macht aber nichts, denn ich bin sehr gut darin, mir etwas einzureden. Aber kommen wir zum genaueren Thema, nämlich:

• Die beste Buchverfilmung und
• Die schlechteste Buchverfilmung.

 Zum Ersten muss ich sagen, dass ich die Begeisterung um die Der Herr der Ringe-Filme nicht teilen kann. Ich weiß nicht so recht, ob mir das nun leid tun muss. Ich hab da jedenfalls nie einen Zugang zu gefunden. & ich hab’s auch wirklich versucht. Vermutlich kann ich aber wohl mit dem meisten Fantasy-Kram nichts anfangen, filmisch gesehen. Da ich bis jetzt aber noch nicht Bücher gelesen habe, werde ich über das Buch kein Sterbenswörtchen verlieren. Ach ja, & was Harry Potter angeht, bin ich egtl ganz zufrieden, zumindest bei den Teilen, die ich gesehen habe. Habe allerdings die letzten beiden nicht gesehen.

Zum Zweiten: Mein Problem mit dem Thema ist, dass ich das wenigste, was ich gelesen habe auch als Verfilmung gesehen habe. Andersrum sieht’s genauso aus. Aber einige werde ich wohl noch lesen, habe ich schließlich Vollidiot, PS: Ich liebe Dich & so hier rumstehen. Oder auch nicht rumstehen, wie beispielsweise die Bourne-Bücher (aber die von Robert Ludlum, nicht die Fortsetzungen).
Dann haben wir da noch Bücher, die ich weder gelesen habe noch deren Verfilmung sah. Fight Club, Stolz & Vorurteil & eine Ausgabe von Vom Winde verweht aus Zeiten als ein gewisser Herr H. aus B. in Ö. an der Macht war, vererbt von meiner Oma, habe ich auch noch hier.

Drittens: Ich habe trotz Anfangsschwierigkeiten was gefunden. Ich bin damit zwar halb unzufrieden, aber: Besser als nichts.
Habe übrigens extra zu Recherche-Zwecken gestern nach ca. fünfzehn Jahren mal wieder Die unendliche Geschichte gesehen. Allerdings in englischer Sprache. Mit Limahl-Intro. Ja, ich war in der Hoffnung, dass es mich  so flashen könnte, dass ich die beste Buchverfilmung dadurch substituieren könnte. & dann schaute ich so & dachte mir: „Oh.“ Jetzt muss man dazu natürlich sagen, dass der Film gedreht wurde, als ich nicht mal flüssig war. Das Einzige woran ich mich erinnern konnte war also, dass ich tierisch Angst vor dem Felsenbeißer hatte, Rotz & Wasser geflennt habe, als das Pferd abgesoffen ist & ich sowohl die Schnecke als auch die Schildkröte ziemlich furchterregend fand. Nach gestern denke ich mir nun: Wow, Du hattest wirklich Angst vor schlechten Bühnenbildern. & dann fiel mir wieder ein, dass es eben 1984 war. Nein, ich habe jetzt kein Avatar erwartet (welchen ich, ganz nebenbei, immer noch nicht gesehen habe), aber mir kam es damals… realer vor. Vllt enttäuschte es mich aber auch nur deswegen ein bisschen, weil ich erst letztens das Buch las & andere (realere) Bilder im Kopf hatte. Mir ist übrigens klar, dass ich grad über einen Fantasyfilm schreibe. Er war zumindest nicht sooo schlecht, dass er die schlimmste Verfilmung wert wäre. Klassiker eben.

Viertens: Kommen wir zum eigentlichen Thema. :mrgreen:
Da haben wir zum einen die schlechteste Buchverfilmung. & zwar:

„Sakrileg“ von Dan Brown

Ich weiß, manch einer mag mich nun lynchen, aber ich versteh’s einfach nicht. Ich verstehe nicht, was alle an dem Buch so toll fanden & ich verstehe nicht, was alle an den Film so gut fanden. Der einzige Lichtblick war für mich wirklich Audrey Tautou. Es mag jetzt natürlich sein, dass Menschen, die das Buch toll finden, den Film ganz großartig finden & die erste halbe Stunde hab ich auch noch einigermaßen gut ertragen weil ich ja gern zumindest so tue als wäre ich open-minded & so, aber… Nee, echt nicht. Vllt habe ich es aber mit Kirchen-Content noch weniger als mit Fantasy-Content. Ich toleriere trotzdem jeden, der ihn gut findet.

Wie sieht’s mit der besten Buchverfilmung aus? Hätte ich nun die Bourne-Bücher gelesen, würden sie vermutlich jetzt hier stehen. Die Filmtrilogie finde ich nämlich ganz großartig & mag auch Matt Damon sehr gerne. So bleibt es aber nun mal bei

Benjamin von Stuckrad-Barres „Soloalbum“

Ich finde den Film als auch das Buch großartig, wirklich. Aufgrund der Authentizität.
Kleine Kurzfassung (haha, als ob ich mich kurz halten könnte :mrgreen:): Ben wird von Katharina verlassen, per Fax, nach mehrjähriger Beziehung. Wie es sich gehört wird gebührend hinterher getrauert, trinkt, hört Oasis, sucht sich neue Hobbys, lenkt sich mit anderen Mädchen ab, um doch letztendlich gedanklich wieder bei Katharina zu landen.
Ach ja, & lustig ist es trotzdem.

Verfilmt wurde das Ganze dann mit Matthias Schweighöfer als Ben & Nora Tschirner als Katharina. Wikipedia sagt dazu Romantikkomödie. Ich persönlich finde den Film gar fast ein bisschen besser als  das Buch, weil Herr S.-B. manchmal eine sehr.. komplizierte Schreibe hat. Der war übrigens seines Zeichens mal Witzeschreiber Autor bei Harald Schmidt. Außerdem ist ein ganz wundervolles Gedicht von Jörg Fauser im Buch & Film enthalten. & wenn ich schon sage, dass es wundervoll ist, muss das was heißen, weil ich nicht sonderlich zugänglich für Gedichte bin.

»Als wir uns liebten, liebten wir uns selbst nicht.
Als wir uns den Krieg erklärten, gaben wir uns schon verloren.
Als wir geschlagen waren, bemühten wir die Geschichte.
Als wir allein waren, übertönten wir sie mit Musik.
Als wir uns trennten, blieben wir am gleichen Ort.

So lagen wir uns bald wieder in den Armen
und nannten es ein Liebesgedicht.
Aber kein Liebesgedicht erklärt uns die Angst vor der Liebe,
und warum der Himmel so blau war als wir uns trafen,
und warum er immer noch blau sein wird, wenn wir sterben werden,
Du für dich, ich für mich.«

 Damit schicke ich jetzt einfach mal in eine hoffentlich schöne Woche!

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~ von Miss Ann Thropy - 15. Januar 2012.

6 Antworten to “52 Bücher. #11 – Buchverfilmungen.”

  1. Du hast bestimmt mein Unterbewusstsein beeinflusst. 🙂
    „Sakrileg“ habe ich ja gelesen und fand es auch spannend (halt etwas, was man so wegliest, ohne großartig drüber nachzudenken), aber den Drang, mir dann auch noch den Film ansehen zu müssen, hatte ich nicht…
    Wenn „Soloalbum“ auch lustig ist, setze ich es auf die Wuli. Ansonsten hört sich das sehr nach viel Beziehung- und Romantik an, was eigentlich nicht so mein Fall ist. Ich habe zwar nichts gegen Liebe und Romantik in Büchern, gehört ja auch zum Leben, aber wenn es das Hauptthema ist, langweile ich mich schnell.

    • Ah, gut, dass Du’s selbst siehst. Mein Internet muckt sonntags meist rum & ich komm recht selten auf angestrebte Seiten.
      Mh, es geht schon um Beziehung… Er versucht halt drüber hinwegzukommen & so, wie es bei ihm angestrebt ist, passieren halt lustige Dinge. Der Beziehungscontent ist zwar durchgehend gegeben, ich glaube aber schon, dass es Dir gefallen könnte. Ist praktisch wie ein Tagebuch geschrieben. & es st ein weiter Unterschied zu den üblichen Beziehungsromanen, vermutlich schon dadurch, dass es ein Mann geschrieben hat. Popliteratur eben.

  2. Ah,Sakrileg, ja stimmt – ich fand die Verfilmung auch nicht so glücklich – ähnlich wie ich Illuminati nicht so berauschend fand: Beide Filme wirkten wie das Abarbeiten einer Rätselreihe…

    Soloalbum kenne ich gar nicht.

    • Von Illuminati hab ich bisher leier nur die erste halbe Stunde gesehen. Gelesen hab ich es nicht. Zumindest die halbe Stunde fand ich besser & vielversprechender als Sakrileg insgesamt. 🙂

  3. Der Film wäre für mich der absolute Horror, die Schauspieler sind so gar nicht mein Fall. Ach so, ich meine natürlich dieses Solodings 🙂 Die Browns als Kirchendingens zu bezeichnen ist … interessant. Aber auch anti Kirchendingens ist natürlich Dingens, klar :mrgreen:
    P.S: Sportwagen geht nicht. Ich hab doch Rücken 😉

    • Ich habe nicht alle Browns als Kirchencontent gebrandmarkt. Nur Sakrileg. 😛 & der hat für mich nun mal Kirchencontent. Alles, was mit kirchlichem Zeug zu tun hat ist für mich Kirchencontent & der heilige Gral ist mal so kirchencontentesk! & dann noch ein Opus Dei-Albino, dessen hauptsächliches Hobby Selbstgeißelung ist. Ob nun Kirche oder anti Kirche, der Inhalt über Kirche bleibt ja der Selbe 😛
      Ich kenne zwar noch nicht den Zusammenhng zu Dingens, aber ich bin mir sicher, dagegen gibt’s was von ratiopharm 😉
      PS: Dann bleibt nur noch die Route 66 Harley Tour. 😉
      PPS: Ich war so frei, den Kommentar um das hinterhergedrückte s zu bereichern.

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