Danke Gehirnbrei.

Samstag Abend also. Ich sitze hier (denn sonst würde ich das nicht schreiben) & vermutlich turnen unsere Nachbarn grad oben auf den Dachboden rum. Fragt mich bitte nicht, wie ich auf die Idee komme, dass sie es tun. Sie taten es. Der Sohn der Flodders verkrümelte sich nämlich just vor einer Stunde auf den Dachboden. mit zwei Mädels, & keine davon war die Schwester (galant hervorgebrachter Satz unserer Nachbarin, als sie hier klingelte, um uns das mitzuteilen). Jetzt sitze ich also hier & überlege, ob sie sich an meiner Unterwäsche zu schaffen machen, die hängt nämlich da oben. Auch die ganz kindische. Die gesamte Szenerie gefällt mir ganz & gar nicht. Meine Unterwäsche dürfen ich, mein Arzt, mein Freund, mein Geschlechtsaktpartner oder ausgewählte Freunde sehen. Das ich meinen Arzt vor meinen, zugegeben nicht vorhandenen Freund setze, ist dabei schon irgendwie bezeichnend. So. Normale Leute würden nun also hochgehen &, wenn man sie denn anträfe, so Sachen sagen wie „Verpisst euch!“ & ähnlich charmante Sachen. Ist doch so, oder?
Ich bleibe stattdessen hier sitzen, kack mir in die Hosen & schreibe diesen Rotz nieder anstatt mal ordentlich verbal rumzukacken. & auch dieses Verhalten ist in der letzten Zeit sehr bezeichnend.

Ja, ich war dort. Ja, ich war sogar trotz Angst am Schalter & habe nachgefragt. Ja, ich stand an dieser Tür & habe geklopft. Nein, ich bin nicht rein gegangen. Denn sie war zugeschlossen. & dann guckte ich verwirrt & sah, dass sie mich alle anguckten, die dort warteten oder vorbei liefen. & dann stand ich da & habe Herzrasen bekommen & diese beschissenen Blicke klebten trotzdem noch auf mir. Dann ging ich diesen Gang entlang, weil ich das in dem Moment für das Klügste erachtete, weil diese Blicke (oder viel mehr ihre dadurch erzeugenden Gedanken in mir) einfach nicht weggehen wollten. Ich laufe da also so lang, möglichst schnell als auch unauffällig wie möglich. Diese Mission ist offensichtlich grandios daran gescheitert, dass ich den Mitarbeitern lediglich mit Blicken pure Verzweiflung ins Gesicht schrie. Ich kann an dieser Stelle immer noch nicht sagen, ob ich froh oder traurig darüber bin, dass mir keiner antwortete.
Wäre ich jetzt Zocker oder Fan von Bushido, würde man wohl sagen: Ich bin grandios am Endgegner gescheitert.

Nein, ich finde das ach nicht gut & auch geradezu ein wenig feige. Nein, ich habe nicht vor, nun darauf auszuruhen. Ich versuche mich einfach an dem lächerlich kleinen Schritt, eine E-Mail zu schreiben. In der Riesenhoffnung, eine Antwort oder zumindest so was wie einen Termin zu bekommen.
Ich gehe neuerdings jeden verdammten Tag einkaufen. Einkaufen ist momentan schwer. Eigentlich ist alles schwer, was draußen mit Menschen betrifft. Genau genommen ist sogar alles schwer, was drinnen mit Menschen betrifft. Menschen sind schwer. Aber dazu später.
Jedenfalls gehe ich an jedem Tag einkaufen & mache mich unabsichtlich zum Horst & hoffe drauf, dass sich die Angst minimiert, merke stattdessen aber nur, dass sich die Traurigkeit proportional dazu steigert. Heißt also: Entweder habe ich Angst oder  ich bin traurig.

Beschreibe Dich in fünf Worten: Traurig, ängstlich, wütend, verdrängend, misstrauisch.
Diese Sache mit den Menschen. Sie ist so anstrengend. Ich kann ihnen nicht trauen. Keinem von ihnen. Natürlich sind mir einige wohlgesonnener als Andere, bei manchen tue ich so als wären sie mir wohlgesonnen, aber sie sind mir egal. Ich bin es ihnen auch in den meisten Fällen & so kommt es, dass eigentlich jeder sein Egoding durchzieht, aus aber komplett unterschiedlichen Gründen. Ich in der Rolle derjenigen, die auf Teufel kommt raus geliebt werden will & wenn es nur für den Moment ist. Als die, an der auch ein kleines bisschen persönliches Interesse besteht. Ein kleines bisschen Mitfühlen, ein kleines bisschen „Ich interessiere mich für das, was Du denkst, fühlst & sagen willst“. Ein kleines bisschen weniger „Ich lenke vom Thema ab, weil mich das, was Du redest, einen Scheiß interessiert!“. Auf der anderen Seite: Das was ich zu bieten habe – Nichts. Diese unglaubliche Fähigkeit mich selbst in der Tätigkeit anderen gefallen zu wollen (um geliebt oder zumindest gemocht zu werden) zu vergessen.

Nutzgegenstand Mensch. Nutzgegenstand ich. & je mehr sie es abstreiten, umso mehr glaube ich daran. M. macht es immer ganz klug: „Wenn Du das glauben willst, dann glaub das. Ist mir egal, was Du von mir denkst!“ & dann schiebt er meist so was hinterher wie, dass es ihm natürlich nicht egal ist, aber ja doch nichts dran ändern kann, weil er schließlich weiß, dass er mich mag. Das es zwar traurig ist, dass ich hinter allem einen Hintergedanken sehe (& ich weiß, für wie kaputt er mich teilweise hält & noch mehr weiß ich, dass er eigentlich recht hat & das ist vielleicht das Schlimme daran), aber er ja nun mal nichts dran ändern kann & wieder hat er irgendwie recht, weil er das nicht mal konnte, als wir ineinander verliebt waren oder so getan haben oder einseitig liebten oder in Illusionen voneinander verliebt waren oder was auch immer. Faktisch konnte er also in den letzten fünfeinhalb Jahren, die wir uns schätzungsweise kennen & uns mal mehr & mal weniger näher standen nicht mal ansatzweise was dran ändern.

Es ist nicht so, dass ich bei ihm diese Gedanken hätte. Immer wieder. Immer wieder die selben Gedanken, die sich um das selbe kreisen. Diese Art von Gedanken, die andere Menschen verteufeln & aufs böseste beleidigen. Dieses Grundvertrauen, was da irgendwann mal da war, ist schon längst verschwunden. Das Einzige, was mich immer wieder umkehren lässt, ist, dass er es immer wieder schafft mir aufrichtig zu vermitteln, dass er mich mag. Wieso er mich mag. Er über alles mit mir redet, worüber ich reden will. & daran interessiert ist. Weil selbst das Schweigen dann manchmal angenehm ist.
& dann legen wir auf & alles ist meist wie vorher, grausam & dann herrscht ein kleines bisschen Sehnsucht & Hass.

& wenn ich mich selbst von den Menschen, die mir so sehr am Herzen liegen & denen ich irgendwann mal bedingungslos vertraute, benutzt fühle, dann… Ist das nicht gut. Ganz & gar nicht. Dann verfestigt sich der Gedanke „Keinen Menschen trauen!“ immer mehr. Keinen an sich ranlassen. Denn Du kannst ihnen nicht in den Kopf gucken. Alles, was Du ihnen verrätst, können sie als Waffe gegen Dich benutzen. Alles können sie Dir vorhalten oder anderen verraten. Wenn nicht jetzt, dann, wenn ihr Streit habt. & den gibt’s irgendwann immer. Oder sie mögen Dich plötzlich nicht & fangen an, Dir Deine Unzulänglichkeiten vorzuwerfen. & Du wirst daran jämmerlich zerbrechen.

Nein, ich finde das auch nicht gut. Nein, ich finde das auch nicht lustig. & ich lache über vieles. Zwar meist mehr halbherzig, aber mir ist grad wirklich nicht nach lachen. das war in etwa die Frage, die mir die Arge-Psychologin auch stellte. Meine Antwort war in etwa die selbe. Manchmal möchte ich gern zurückfragen, ob sie es nicht irgendwie leichtsinnig finden, Menschen zu vertrauen & bin mir der Schwachsinnigkeit dieser Aussage bewusst. Nein, ich finde das nicht lustig & finde es selber sehr schwer. Ich finde es so schwer, dass ich es eben doch halbherzig versuche. Immer mal wieder & immer mal wieder vergeblich.

& dann war da noch dieser Streit letztens. Wenn ich es mir recht überlege ist das der Zeitpunkt, seitdem es mir schlecht geht. Aber das kann ich so nicht sagen, weil es dann klingen würde, als wäre ich nicht an meiner momentanen Lage Schuld, sondern laste die Schuld auf jemanden anderen. Sicher war es der Auslöser, ich habe nur vergessen, mich am Riemen zu reißen. Was meines Erachtens nichts an seinem unentschuldbaren Verhalten ändert, leider.

Ich gehe in die Küche & möchte frühstücken. Ich werde gefragt, ob ich noch Zigaretten habe.  Ich verneine das, weil ich eben nur noch vier oder fünf Stück hatte. Schnitt. Mittag. Hysterisches Klopfen an meiner Zimmertür. Ebenso hysterisch wird eingetreten & gesagt befohlen: Gib mal ’ne Zigarette! Ich erwähne abermals, dass ich nur noch zwei habe & nicht gewillt bin, eine abzugeben. Die Tür wird knallend in den Rahmen geknallt.

An dieser Stelle sei gesagt, dass dieser Herr, der da in der Tür stand, gerade mal anderthalb Wochen aus dem Krankenhaus raus war, in dem er mit einer Lungenembolie lag. In den anderthalb Wochen hat genau dieser Mann es geschafft, von fünf Zigaretten auf zwei Big Packs zu kommen. Seitdem hat er, für ihn allen Ernstes überraschend, Probleme mit dem Atmen & hustet sich, wie schon vor dem Aufenthalt im Krankenhaus, auf widerwärtigste Weise die Seele aus dem Leib. Helau.

Schnitt. Nachmittag. Ich möchte auf Toilette, weil ich dringend mal Pipi muss. Ähnlich hysterisch wie wütend zieht er sich an. Ich stehe im Flur & frage, ob er weg will. Ich bekomme ein mehr als unfreundliches „Muss ich ja!“ entgegengedonnert. Sitzt vorerst. Bin mutig. Frage „Wieso musst du?“ Stelle wenig später fest: Ganz falsche Frage. „Du gehst ja nicht & ich hab echt keinen Bock weiter zu betteln!“ Scheine was wichtiges verpasst zu haben. Bin dennoch weiter mutig. „Wonach zu betteln?“ Viiiel falschere Frage. „Ich hab Dich heute morgen gefragt, ob Du Zigaretten hast, ich habe Dich heute Mittag gefragt ob Du Zigaretten hast, also muss ich eben muss ja wohl selbst gehen, wenn Du ja offensichtlich nicht gehst!“ Okay. Ich scheine offensichtlich wirklich was verpasst zu haben. Habe dafür aber ein paar kluge Sprüche parat, die mir auch mal eingetrichtert wurden. „Ähm, wenn Du etwas von mir willst, dann solltest du vielleicht danach fragen?!“ – „Ich hab aber keinen Bock mehr zu betteln!“ – „Du scheinst mir die Worte betteln zu bitten zu verwechseln [& das sollte man mit in Deinem Alter echt gelernt haben… Aber das hab ich mir nur gedacht]. Wenn man etwas erwartet, sollte man nicht davon ausgehen, dass der andere Mensch Gedanken lesen kann, sondern seinen Wunsch oder seine Bitte äußern.“ – „Wenn ich um alles bitten müsste, da brauchen wir gar nicht erst anfangen..“ Bäm. Da war er, der Schlag in der Fresse. Aber ich gebe mich ja nicht mit Andeutungen zufrieden. „So? was mach ich denn nicht? Freiwillig? Von selbst?“ – „Wenn ich damit anfange, sitzen wir hier noch morgen.“ Die Ader am Hals macht sich langsam bemerkbar. Pipi scheint sich seinen Weg auch in die oberen Regionen gebahnt zu haben. „Na los, was mach ich denn nicht? Sag halt.“ – „Nichts. Du kannst ja auch mal die Küche sauber machen oder das Badezimmer. Aber das scheint ja zu viel zu sein.“ Ich hüstle mir ein bisschen was mit Tränen in den Augen zusammen, um loszulegen (=mich zu rechtfertigen). „Ich mache das Badezimmer nicht sauber? [Es sollte gesagt sein, dass das mehr eine rhetorische Frage war] Davon wüsst ich aber was. Interessant zu wissen.“ – „Ja, ’n paar wenige Mal!“ Langsam merke ich, dass ich gleich wieder mit dem Plärren anfange. „Faktisch ist es ja nun mal so, dass ein paar Mal immer noch mehr als nie ist. Das als allererstes. & wenn wir schon dabei sind – Ich bin diejenige, die meist das Badezimmer sauber macht. Aber vergessen wir das..“ Es hagelte dann noch ein paar Vorwürfe, bis ich dann endgültig heulend in meinem Zimmer verschwand.

Ja, ganz richtig. Das Ganze ist wegen nicht vorhandener Zigaretten so geendet. & ich habe selten eine so selbstgefällige, ignorante, sich selbst beweihräuchernde Aussage gehört.
Ich möchte mich an dieser Stelle nicht rechtfertigen. Ich weiß, dass ich nicht nichts tue. Ich kümmere mich um die Wäsche (seine & meine [& hell no, wir haben keinen Wäschetrockner]), bügle sie, spüle ab, putze die Treppe, staubsauge, wische & putze hin & wieder auch mal in anderen Räumen, die ich nicht mal benutze & mache sehr wohl das Badezimmer & gehe einkaufen (weil er mit seinem Rheuma ja auch nicht schwer heben kann). & dann muss ich mir wirklich anhören, ich würde nichts tun? Versteht mich nicht falsch, ich erwarte dafür keinen Dank. Ich mache beruflich nichts, also sollte ich an den meisten Tagen wohl das auf die Reihe bekommen. Bekomme ich an den meisten Tagen auch. Aber der größte Schlag in die Fresse ist es, wenn das, was man macht, nicht gesehen wird. Vielleicht mag das nun mitleidig klingen, aber an manchen Tagen fällt es mir schwer, meinen Hintern hochzukriegen & die einfachsten Sachen im Haushalt zu machen. Ich will nicht beklatscht werden, dass die eh schon faule Sau ihren Hintern hochbekommen hat, weil es ihr ja angeblich so scheiße geht. Aber wenn alles, was man macht, nicht gesehen wird, dann macht es so wenig Sinn. So viel Sinn wie alles andere, nämlich: keinen.

Ja, es tut weh. Ja, es macht mich wütend. Ich verstehe diese Selbstgefälligkeit hinter diesen Worten nicht. Ich verstehe nicht, wie man noch unreflektierter sein kann als ich. Aber von irgendwem muss ich das ja haben, sagt man doch so, oder?Ich verstehe nicht, wie man so asozial mit Menschen umgehen kann. Ja, ich finde das asozial. Unüberlegt. Unabsichtlich asozial.
Ich verstehe nicht, wie man so über seinen Gesundheitszustand jammern kann, über seinen Tablettenkonsum, darüber, dass es sich nicht bessert,  sich aber gleichzeitig so zu Grunde richtet. In einer Selbstgefälligkeit, die wirklich unbegreiflich ist.

Um ehrlich zu sein: ich habe den subtilen Hinweis: „Los, tanz nach meiner Pfeife & hol!“ (habe extra das rassistische B-Wort vermieden) verstanden. Aber mal ehrlich: Wer holt einem Alkoholiker ’ne Flasche Schnaps? & wer wäre so blöd & würde einem Lebensmüden eine Rasierklinge geben? Ich jedenfalls gehöre nicht dazu.

Aber es ist begreiflich. Wir hatten das schon mal. Es ist wieder da. & es kommt immer wieder hoch. Komplette Bilder, manchmal nur kurze Sequenzen, häufig viel zu real. Manchmal schnell aufeinander folgend, aber nie vorhersehbar.

Krankenhaus. Kaputte Mutter liegt im Bett, irgendwer weibliches Verwandtes, Krankenschwester. Tabletten. Sie landen im Mund, um, sobald die Schwester das Zimmer verlassen hat, den Abfluss runtergespült zu werden.

Schnitt. Ich auf der Suche nach meinem Malbuch. Durchwühle den Schrank. Finde ein Buch im Schrank. Lektüre über unheilbaren Krebs.

Schnitt. Aufgewacht & ängstlich. Irre durch die verlassene Wohnung auf der Suche nach meinen Eltern. Ins Schlafzimmer. Niemand. Tränen in den Augen, Angst. Allein gelassen, verlassen. Im Schlafanzug zur Nachbarin hoch. Weinen.

Schnitt. Badezimmer. Raus in den Flur. Links Mutter, rechts Vater. Schreien. Viel. Laut. Über mich hinweg. Mich an „Du musst Dich entscheiden, zu wem Du willst, entweder zu Deinem Vater oder zu mir!“

Schnitt. Erneutes Aufwachen. Schlecht geträumt, Angst einzuschlafen. Ins Wohnzimmer. Mutter auf dem Sofa. Schlafend. & überall diese Flaschen.

Schnitt. „Stefanie, & danach spülst Du ab & dann gehst Du noch einkaufen. Dann räumst Du Dein Zimmer auf & saugst die Wohnung. Dann gehst Du noch zu E. & holst was von ihr ab. Ach ja: & mir holst Du bitte noch was zu trinken!“ Denke, dass  das ein wirklich lustiges Spiel ist, welches wir spielen.

Schnitt. Gehe in die Küche. Mutter sitzt weinend am Tisch & gibt keine Reaktion von sich. Ansprechen, Keine Reaktion. Anfassen. Streicheln. Nicht eine Reaktion.

[…]

Ich weiß nicht, ob das das ist, was man Leben oder Vergangenheit nennt. Ob es normale Erinnerungen sind. Wirklich, ich weiß nicht, wie sie zu bewerten sind. Ich weiß, dass sie mir weh tun. Weil sie plötzlich da sind, wo sie vorher nicht waren. Ich weiß nicht, wo sie waren, aber ich weiß, dass es so war. & weil es die Wirklichkeit war & das alles nicht zu meinem Heile Welt-Bild passt, das ich von meiner Kindheit habe, sollen sie nicht da sein. Sie sollen gefällt dahin gehen, wo sie waren. In dieses gottverdammte Gedankennirwana.

Versteht mich nicht falsch. Vermutlich ist es nicht viel schlimmer als das, was jedes Scheidungskind wohl erlebt hat. Ich bin mir dessen durchaus bewusst, dass einem Haufen Menschen schlimmere Dinge passiert sind. Wahrscheinlich war auch alles, was mir danach passierte schlimmer. Sterben, sterben & immer wieder sterben irgendwelche Menschen weg, blablabla.
Mein Hirn will das nur alles nicht. Nicht alles noch mal erleben. Nicht alles noch mal durchkauen. Oder das Hirn will es & will es partout nicht. Keine Ahnung. Aber jedes Mal setzt dieser Verdrängungsmechanismus ein. Dieses Irgendwas tun, damit diese Gedanken wieder dorthin verschwinden, wo sie herkommen. Tun sie nicht. Aber vllt, wenn ich mich weiter durch lauter Schwachsinn ablenke, werden vielleicht zukünftige Gedanken lahmgelegt, vermieden, verdrängt, Verbindungen gekappt.
Denn noch schrecklicher als das ist das unvermeidliche ständige Durchkauen dieser Gedanken.

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~ von Miss Ann Thropy - 12. Februar 2012.

4 Antworten to “Danke Gehirnbrei.”

  1. Da ich das unglaubliche Talent habe dir gegenüber Dinge zu sagen, die du irgendwie in den falschen Hals bekommst, obwohl ich es absolut nur gut meine… schreibe ich jetzt einfach nur so, damit du siehst, dass ich es gelesen und zur Kenntnis genommen habe… und mich gedanklich mit dir beschäftige… und.. ach man :/

    • Nicht immer, nur manchmal 😉 Sagen wir, ich hab ein Talent drin, Menschen misszuverstehen & Du obengenanntes. 😉
      Hatte schon Bedenken, dass er so lang ist, dass ihn keiner liest. Vllt auch besser. Ach, keine Ahnung.

  2. Du musst da raus. Da der Kommentar sehr lang würde, wenn ich alle Gedanken niederschrieb, möchte ich nur anmerken, dass viele Menschen Dich eventuell erst kennenlernen müssen, um Dir die angemessene Bedeutung zuzuschreiben. Und Du müsstest diesen Menschen die Chance dazu geben. Oder wollen Dich nur Menschen kennenlernen, die Dir egal sind und die Du doof findest? Weil die nicht cool sind oder irgendetwas an ihnen nicht stimmt? Jeder, der diesen langen Text gelesen hat, dem bedeutest Du irgend etwas. Viele unbekannte Menschen lesen diesen Text und fühlen mit Dir. Es gibt sie also, diese Typen, die sich für Dich interessieren. Die, wenn sie auch nicht alles nachvollziehen können, aber mit Dir fühlen. Und das ist doch schon eine ganze Menge …
    Liebe Grüße!

    • Ja, ich weiß. Ich weiß nur nicht wie, wenn ich so am Rad drehe wegen des Amts.

      Ich redete auch nicht grundsätzlich von Menschen, die mich kennen oder kennengelernt haben. Mache davon kenne ich ja, manche mehr, manche sehr, manche weniger gut. & wie ich ja auch schrieb, versuch ich mich daran immer wieder. Vllt sogar zu sehr,dass es alles in einer Enttäuschung für mich endet.
      Ich habe nichts mit Menschen zu tun, die ich doof finde. Wenigstens da bin ich ein klein wenig konsequent. & das für mich auch rein gar nichts mit einem Coolnessfaktor zu tun.
      Ja, vllt gibt es sie, diese Menschen. Aber manchmal reicht das eben nicht, wenn sie nicht persönlich da sind. Als jemand Beständiges. Als jemand zum Anfassen. Ich bin nicht sehr gut in diesen Erklärungen, tut mir leid.

      Lieben Gruß zurück!

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