…but I’m not the answer for the questions that you still have.

Habe mich gestern schlussendlich dafür entschieden, ein bisschen am Elbe-Seiten-Kanal lang zu spazieren. Wegen des schönen Wetters & der Tatsache, dass ich langsam wohl mal anfangen sollte, mich wie ein normaler Mensch zu benehmen, um erzählen zu können, ich benehme mich eben wie ein normaler Mensch.
Jedenfalls laufe ich da so den Elbe-Seiten-Kanal entlang  & mir ein bisschen die Füße platt, denke mir so dies & das, vor allem aber dass ich offensichtlich verdammt breite Füße habe & meine Chucks das nächste Mal, wie gewohnt, einfach eine Nummer zu groß bestellen sollte.

Jedenfalls denke & laufe & höre Kommerzpunkbands, ihr wisst schon, die üblichen Verdächtigen, wenn es nicht grad um die ärzte geht: NOFX, Muff Potter, Rise Against & so. Von letzteren scheint mich momentan ein Song wirklich zu verfolgen:

Es ist schon merkwürdig. Zumindest erinnert mich der Song an einen Menschen, der mir mal ziemlich wichtig war, aus wahrscheinlich nichtigen Gründen. Wobei, nein, so sollte man das nicht betrachten. Letztendlich war er einer der wenigen Menschen, wegen denen ich doch mal aus dem Haus gegangen bin. Weil für mich wohl einfach mehr dahinter steckte als der Grund für den eigentlichen, für mich von mir vorgegebenen Grund.
Jedenfalls war er wichtig, ohne, dass er es bis heute weiß & jedes Mal, wenn ich in der Bahn saß, lief es. Jedes Mal. In der Hoffnung, dass ich auch irgendwen retten könnte. & egtl die war, die gerettet werden sollte. Somit ist die Zeile But I’m not the answer for the questions that you still have irgendwie Ironie des Schicksals. Schon damals gewesen. Komisch jedenfalls, dass er mir plötzlich gehäuft begegnet.

Jetzt könnte man sagen, ich habe gestern einen durchweg guten Tag verbracht, bis auf das Ding beim Arbeitsamt, über das wir mal ganz galant hinwegsehen. & genau dem ist nicht so. & das ist so ätzend. Auch, wenn ich mir vorkomme, als würde ich auf hohem Niveau jammern, ist es irgendwie… Ja, wie ist es denn? Ätzend? Nervig? Belastend? Anstrengend? Ich weiß es nicht. Es gefällt mir jedenfalls keineswegs, dass es kein Gefühl auslöst. So gar nichts. Zwar keine vordergründig schlechten Gefühle, aber eben auch nichts gutes; keine Freude oder Beruhigung oder ähnliches. Sondern einfach die Abhandlung irgendwelcher Tätigkeiten.

So habe ich gestern, nachdem ich nach Hause kam, eins beschlossen: Ich sollte, wenn ich da bin, am Timmendorfer Strand, mal einen Gang zum Psychiater wagen.
& ich sage das nun ganz sicher nicht, weil ich glaube, dass man mit Tabletten jedes Leiden in den Griff kriegen kann. Das alles erinnert mich aber sehr an die Zeit, bevor ich in der Psychiatrie landete. Bzw. dem Gefühl, mit dem praktisch der Weg geebnet wurde: Keine Freude an irgendwas goes So macht keinen Sinn goes Ich will sterben. Der Unterschied ist so zumindest, dass ich nicht sterben will, momentan nicht, in nächster Zeit ist da fürs erste auch nichts Festes geplant, also sollten. & der meilenweite Unterschied ist wohl, dass ich durchaus fähig bin, mein Zeugs zu erledigen.

Da ich ja schon mal auf Antidepressiva war & auch merkte, als die Wirkung immer mehr einsetzte & demnach auch die Gefühle mit Einsetzen der Wirkung kenne, halte ich diese Idee gar nicht mal für so abwegig. Zumal ich sie ja damals selbst absetzte (Aber danach trotzdem in kein Loch fiel). Zumindest werde ich das mit den dort ansässigen Psychologen wohl mal durchsprechen. & mir bis dahin diesen Gedanken noch ein bisschen durch den Kopf gehen lassen.

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~ von Miss Ann Thropy - 23. März 2012.

2 Antworten to “…but I’m not the answer for the questions that you still have.”

  1. Achja…dieses Gefühl „Keine Freude an irgendwas“ kenn ich nur zu gut.
    Auch mein Spaziergang im Park in der Sonne vorgestern hat nichts Positives in mir bewirkt – eher im Gegenteil.
    Ich bin halt (noch) in der „macht keinen Sinn“ Phase. Ehrlich gesagt warte ich schon länger auf die letzte Phase und bin überrascht, wie stark ich anscheinend noch bin, dass sie noch nicht kam.

    Die Fragen, die ich mir stelle: was ist eigentlich das Ziel im Leben und wie wird man glücklich? Denn im Endeffekt läuft 95% des Lebens auf „Zeugs erledigen“ oder Funktionieren hinaus – und gerade das stimmt einen nicht gerade optimistisch…

    PS: Der Song klingt wie 99% geklaut bei the Offspring – auch wenn es Rise Against ist. Traurig, dass es kaum noch originelle, wirklich neue Musik gibt 😦

    • Ich bin, um ehrlich zu sein, auch nicht der mensch, der rausgeht, wenn die Sonne scheint. Keine Ahnung, wieso, vllt, weil ich einfach nichts mit mir anzufangen weiß draußen & man sich nirgendwo vernünftig hinsetzen kann um zu lesen o.ä. Weil ich für gewöhnlich auch nicht so der Spaziergehfan bin. Aber soll ja alles Serotonin reinpumpen, also geh ich mit solchen Hintergedanken auch raus.

      Na ja, auf eine „letzte Phase“ zu warten, macht das Ganze, aus meiner Sicht jetzt auch nicht besser. Ich kann’s zwar nachvollziehen, weil’s mir auch nicht besser ging, aber das ist praktisch wie eine Erwartungshaltung an sich selbst, die man nicht erfüllen kann, weil da nichts Bewusstes passiert. & letztendlich ist der Weg wohl so: Wenn es dann kommt, bringt man sich entweder um oder sucht sich Hilfe. Oder wird letztendlich dazu gezwungen, Hilfe zu bekommen. *hust*

      Wenn Du mich fragst, was das Ziel im Leben ist… Kann ich Dir keine genaue Antwort drauf geben. Ich bin ja schließlich nicht Du. Ich glaube, das variiert bei jedem Menschen. & jeder Mensch muss für sich selbst rausfinden, was das Ziel ist & ob es überhaupt ein Ziel gibt.
      Wie die Sache mit dem Glück ist, musst Dir Dir wohl auch selbst beantworten. Jeder hat sicher seine eigenen Dinge & Gründe, woraus er Glück schöpft. Bei manchen liegen sie schon auf der Hand, andere müssen danach vllt sehr lange suchen.
      Ich für mich kann sagen, dass ich nicht glücklich bin, aber trotzdem mein Leben nicht nur aus Funktionieren besteht. Es gibt, wenn auch wenige Dinge, die mir auf eine komische Art & Weise Spaß machen… Oder, wenn man es morbide sehen will: Von denen ich glaube, dass ich was verpassen würde, wenn ich tot wäre. & seien es absolut abwegige Träume, von denen ich egtl weiß, dass sie nicht so toll sein werden, wie sie in meinem Kopf sind.

      Ich finde davon ab fast gar keine Parallelen bei Rise Against & The Offspring. oO Bei vielen, seien es… Good Charlotte, Sum41, etc. schon, aber Rise Against… Mh, nee. Für ’ne Musikdiskussion ist der Kommenatr aber so schon zu lang 😉

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