Große Sachen mit weißer Soße.

Jetzt bin ich also seit Mittwoch hier. Wie genau ich es hier finde, kann ich gar nicht mal so genau sagen. Sagen wir es so: Es wird immerhin immer „besser“.

Mittwoch war ein ganz grausiger Tag. Ich war viel zu früh da, habe mir dann eine Stunde Strand bzw. Strandpromenade genehmigt, dann ging es zur Psychologin. Direkt danach zu meinem mir zugewiesenen vorläufigen Arbeitsplatz in der Verwaltung, der dann aber am nächsten Tag auch wieder ein anderer sein sollte, da die Ausbilderin an diesem Tag noch im Urlaub war. Zwar haben wir sehr entspannte Sachen gemacht, aber irgendwie… Na ja, war es trotzdem anstrengend. Vom Kopf und der Konzentration her. Ihr wisst schon.

Um halb fünf ging es rüber zu meiner Wohngruppe. Die liegt etwas außerhalb und deswegen werden wir immer mit dem Bully hingebracht und wieder abgeholt. Zwei Häuser, einmal Vollbetreuung und einmal Selbstversorger. Ich selbst bin im Selbstversorgerhaus, kann/darf im Vollbetreuungshaus essen, die nächsten zwei Wochen. Ironischerweise habe ich dort weniger Probleme, mich frei zu bewegen als in meinem eigenen Haus, das macht mir irgendwie noch sehr Angst. Ich habe ein Doppelzimmer, soweit aber ganz okay. Meine Zimmernachbarin ist nett, von daher geht das schon, irgendwie. Hab trotzdem einige Probleme, das Badezimmer zu benutzen.. Kann man vllt nachvollziehen, wenn man egtl nie bzw. nur mit einer Person teilen musste.
In der ersten Nacht schlief ich auch unglaublich schlecht, essenziell wohl nur 4 Stunden ca. Nervöse Blase, Unruhe… Und bevor der Wecker um halb sechs klingelte, war ich auch schon wieder ’ne halbe Stunde wach.

Um viertel vor sieben ging dann auch schon der Bully zum BBW, der Unterricht fängt um viertel nach sieben an. Neuer Raum, neue Ausbilderin, wieder neue Leute. Soweit aber alle nett, noch ein Neuer da, daher bin ich beruhigenderweise nicht die Einzige. Ich sollte private Briefe eigenständig verfassen zu vorgegebenen Angaben, irgendwelches Zeug zusammenrechnen und Excel-Tabellen erstellen und formatieren. Mittags gibt es dann Essen in der Kantine. Das war ein schlimmer Moment. Ich hielt es für eine kluge Idee, alleine hinzugehen. Ich war natürlich restlos überfordert und habe nur gezittert (und irgendwie gegessen). Das wird definitiv nicht mein  Lieblingsort… Und vermutlich werde ich diesen Ort so oft wie möglich meiden.
Nachmittags gab’s dann Kuchen und Kaffee. Nebenan ist nämlich direkt die Dienstleistung/Bäckerei. Ach ja, von meinem Arbeitsplatz hab ich einen hervorragenden Blick aufs Meer 😀
Nach der Arbeit ging’s dann ein bisschen auf Erkundungstour in die Stadt. Zurück ging’s barfuß über den Strand. Danach essen, duschen und schlafen. Und diesmal auch besser geschlafen.

Freitag stand dann der schulische Test an, Deutsch und Mathe. Geht aber nächste Woche noch weiter. Um elf ging’s auch wieder rüber in die Verwaltung, mein Excel-Gedöns weiter machen. Zum Abschluss gab’s… Richtig: Kuchen. Freitags ist dann auch schon um 13 Uhr Schluss. Danach erstmal mal ’nen Ruhigen, Kaffee, rauchen, müde sein. Abends rief dann Chris an und meinte, er komme dann jetzt mal vorbei und sei in zwei Stunden da. Dem war dann auch so, haben dann Sand in Schuhen gesammelt, die Promenade langgeschlendert, in die Stadt rein, weiter an die Promenade und haben mir dann mal was richtiges zu Essen geholt. Für Chris, falls er vorbeischaut: Der ist aber groß! Oha, und da kommt auch weiße Soße raus.
Um… 11(?) oder so isser dann auch wieder gefahren und ich, nachdem ich noch mal drüben war, um mir was zu trinken zu holen, halbtot ins Bett gefallen.

Alles in allem ist es trotzdem immer noch anstrengend. Die Leute sind wie erwartet ’ne ganze Ecke jünger und… Na ja, drücken sich dementsprechend auch aus. Sehen wir es als großartige Übung für mehr Toleranz. *g* Ich fühle mich immer noch sehr angestarrt, speziell auf dem Werk selbst, aber ironischerweise, wenn ich mich im Vergleich zu vielen Anderen sehe, regelrecht zu gesund..

Was ich heute noch mache, weiß ich nicht so recht. Vllt cachen. Oder lesen.
Das nächste Mal nach Hause komm ich erst am 16. Vermutlich. Und natürlich darf das obligatorische, durch Instagram gejagte Photo nicht fehlen:

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~ von Miss Ann Thropy - 5. Mai 2012.

9 Antworten to “Große Sachen mit weißer Soße.”

  1. Einschreiben. Einberufung zum Wehrdienst. 2. April 1991. Bis 18 Uhr melden. Ansonsten Feldjäger. Zum Abendessen fassen bereits im Trainingsanzug uniformiert. „Normalerweise ist das von Anfang an klar!“ spottete der Unteroffizier, als alle ohne Befehl längst in den Gleichschritt gefallen waren, ehe ich darauf kam…
    Vielleicht heißt fördern tatsächlich fordern. Menschen in eine Umgebung befehlen, in der sich jedes Ich-kann-nicht von selbst verbietet.
    Zumal ich mich heute noch wundere, in der Kaserne in vollster Birkenblüte keinerlei Heuschnupfen verspürt zu haben. Auch fiel mir irgendwann auf der Heimfahrt ins Wochenende eher nebenbei ein, dass ich seit Wochen keine Erektion mehr hatte.
    Zum Befehlsempfänger war ich geworden, zum Kanonier, den Melden frei machte.
    „Batterie Dienstschluss!“ reduzierte sich für mich auf den entspannten Besuch des Truppenkinos.
    Was nur werden sollte? das würde uns der Feldwebel morgens beim Antreten schon befehlen.

  2. Hört sich doch gut an 🙂 Herzliche Grüße,
    Ralph

  3. Wenn ich noch bitte eine Schleife drumhaben könnte …

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